Drachenpost

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Autorin:
Emma Yarlett

Darum geht’s:
Ein Drache im Keller, ein kleiner Junge vor der Aufgabe, sich um diesen zu kümmern, fünf Briefe und eine ungewöhnliche Freundschaft.

Meine Meinung:
Wieder mal landete ein Buch  des Thienemann-Verlags in meinem Einkaufskorb, als ich letztens auf Buchhandelstour war. Zugegeben, um dieses süße Buch aus der Feder von Emma Yarlett schleiche ich schon herum, seit es angekündigt wurde und eigentlich ist es ein kleines Wunder, dass ich ihm so lange widerstehen konnte. Am Ende hat mich dann doch die Aufmachung des Buches überzeugt, als ich es endlich im Buchladen in der Hand hielt.

Das quadratische Buch umfasst 32 wundervoll illustrierte Seiten, die sich am derzeit beliebten Gestaltungsstil orientieren, den man auch in anderen Bilderbüchern immer wieder sieht. Das Besondere an diesem Buch sind aber nicht die Illustrationen, sondern fünf integrierte Briefe zum Herausnehmen, die in Umschlägen in verschiedenen Größen und Formen eingearbeitet wurden. Jeder der Briefe ist von einem anderen Absender, beispielsweise der Feuerwehr, einem Tierschutzverein oder einem Metzger, und ist individuell gestaltet. Dabei ergänzen sich die Geschichte und der Inhalt der Briefe und beeinflussen sich gegenseitig. Gerade dieses Gestaltungselement finde ich besonders toll, denn dieses lädt den Leser zur Interaktion mit der Geschichte ein und macht das Buch zu einem Kleinod im Bücherregal.

Die Geschichte selbst erzählt von dem kleinen Jungen Alex, der in seinem Keller einen Drachen findet. Da er ein verantwortungsbewusster Junge ist, will er sich natürlich um seinen Drachen kümmern und schreibt aus diesem Grund an ein paar (wenn auch ab und an fragwürdigen) Experten, um sie um Rat und Hilfe zu bitten. Mit viel Witz setzt Alex die guten Tipps um, doch am Ende müssen Drache und Junge einsehen, dass die Stadt und das kleine Haus kein Ort sind, an dem ein Drache artgerecht leben kann. Aber natürlich geht die Geschichte gut aus, wenn auch anders, als man am Anfang erwartet.

Kennt ihr die Eingangsszene aus Stolz und Vorteil (der Verfilmung mit Keira Knightley), in der sie ihr Buch beendet, es zuklappt, streichelt und dann an sich drückt? Nun, genauso fühlte ich mich, als ich Drachenpost beendete, während ich ein Tränchen wegwischte. Ich war berührt von der ungewöhnlichen Freundschaft in diesem Buch und vor allem vom Ende, das vielleicht nicht jeder Autor gewählt hätte. Gerade deshalb gehört dieses Buch schon jetzt zu meinen absoluten Lieblingen in meinem langsam überhand-nehmenden Bilderbuchregal (Ich brauche mehr Platz für Bücher!!!!). Falls ihr also ein ungewöhnliches Bilderbuch sucht (ob für euch oder als Geschenk), dass nicht nur den Juniors Spaß macht, sondern auch den Großen beim Vorlesen (oder selbst genießen), dann seid ihr mit diesem Buch auf jeden Fall sehr gut beraten.


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