Der gute Riese

 

b37b9956-2d92-4adf-9690-e3f21484b59fDarum geht’s:

In der wunderschönen kleinen Küstenstadt Ziegelhausen lebt Billy mit seiner Familie und seinem Hund Fritz. Billy und die Stadtbewohner malen die Stadtmauer bunt an, doch es gibt ein Problem: Niemand erreicht den oberen Rand der Mauer, um auch diesen zu bemalen. Sein Großvater weiß jedoch, wer helfen könnte: Der Riese, der ebenfalls in der Stadt lebt. Doch Billy glaubt nicht an den Riesen, den er nur aus Geschichten seines Opas kennt, ihn aber noch nie gesehen hat.
Ist vielleicht doch ein wenig Wahrheit in Großvaters Erzählungen? Gibt es den Riesen wirklich? Gemeinsam mit seinem Hund will Billy die Wahrheit herausfinden …

 

Meine Meinung:

Dieses Buch habe ich von Jenny Schwerin empfohlen bekommen, die zum Presseteam des Loewe-Verlags gehört. Sofort habe ich mich in die Covergestaltung verliebt, in die Details der Veredlung (ich bin ein Buchstudent … das kann ich nicht ausschalten) und in die Illustration. Dazu kamen die Schwärmereien von Jenny Schwerin und ich wusste, diesem Buch gebe ich eine Chance.
David Litchfield ist nicht nur Autor dieses wunderschönen und aufwendigen Bilderbuchs, er illustrierte es auch. Seine Geschichte handelt auf charmante und nicht aufdringliche Weise von Intoleranz und der Angst vor Unbekanntem und vor Fremden. Es zeigt, dass manchmal nur ein einziger Mensch ausreicht, um etwas zu ändern, wenn er bereit ist, seine eigenen Ängste zu überwinden und auf jemand fremden zuzugehen.

Billy muss in dieser Geschichte nicht nur seinem Großvater vertrauen, er begeht auch einen Fehler, den er am Ende unbedingt wieder gut machen will. Er lernt, dass Angst einen manchmal auch einschränkt und verhindert, dass man seinen Horizont erweitert. Er hat den Mut, sich seiner Angst zu stellen, weil er weiß, dass Freundschaft und Toleranz wichtiger sind.

Die Illustrationen sind neben der berührenden Geschichte ein Highlight des Buches. Diese sind so unglaublich detailreich, mit vielen kleinen Verzierungen und so vielen Feinheiten. Stundenlang könnte ich mich in ihnen verlieren, so atmosphärisch und wundervoll ergänzen sie die Geschichte. So viel gibt es in ihnen zu entdecken, sodass jede Seite schon fast eine eigene Geschichte erzählt. Und doch lenken die Illustrationen nicht von der Billys Geschichte ab, was ich sehr wichtig finde und sehr gelungen umgesetzt.
Auch die Klappen wurden bei der Gestaltung des Buches nicht vergessen und statt dem üblichen farbigen oder vielleicht sogar gemusterten Vorsatzpapiers bekommen wir Leser zwei Nachtansichten der kleinen Küstenstadt zu sehen, einmal vor und einmal nach der Handlung der Geschichte.

Dieses Buch ist etwas ganz Besonderes und gehört zu den geliebten Schätzen meines Bücherregals. Bücher wie dieses sind einfach so wichtig in unserer heutigen Zeit und gehören einfach in jedes Kinderzimmer. In einer Welt, in der die Medien und Technologien unser Denken beeinflussen ist es umso wichtiger, dass wir unser Handeln von Toleranz bestimmen lassen, statt von Vorurteilen. Geschichten wie diese erinnern uns daran, schenken uns die Perspektive anderer und lassen sie uns besser verstehen.

 

Alles Liebe,
Eure Reni.


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