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Harry Potter around the World

Ich sammle seit einiger Zeit Harry-Potter-Ausgaben aus verschiedenen Ländern.  Diese werden mir von Freunden oder meiner Familie geschenkt, wenn sie in der Welt unterwegs sind und über eine fremdsprachige Ausgabe stolpern. Andere Ausgaben habe ich als „Bezahlung“ für das Lektorat von Bachelorarbeiten erhalten.
Auf dieser Seite werde ich euch meine (noch kleine) Sammlung vorstellen. Neuzugänge werde ich jeweils  ergänzen, es lohnt sich also, ab und an wieder hier vorbeizuschauen.

Brasilien:

img_0093Im Januar 2019 brachte mir mein Vater aus Brasilien diese Jubiläumsausgabe des ersten Teils Harry Potter y la piedra filosofal in der Hufflepuff-Edition mit. Anders als die Britische startet Brasilien hier mit dem gelben statt dem schwarzen Umschlag. Die Gestaltung des Textes und die Extras unterschieden sich nicht von der britischen Jubiläumsausgabe. So findet man neben dem Haupttext die Karte von Hogwarts, Informationen zum Hufflepuff-Haus und das Quiz im Vorspann und Anhang. Briefe und Gedichte werden im Layout ebenso wie in der britischen Ausgabe durch verschiedene Schriftarten und Rahmen vom Haupttext hervorgehoben.

 

Deutschland:

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Diese Ausgabe von Harry Potter und der Stein der Weisen gehört zu einem Schuber, der 2013 von Carlsen rausgebracht wurde. Ich habe mir diesen in meinem zweiten Ausbildungsjahr gekauft, da ich meine alten Bücher vermisst hatte. Meine ersten Harry Potter Bücher stehen bei meinen Eltern im Bücherregal und bleiben dort auch solange, bis ich irgendwann mal sesshaft bin und nicht mehr alle zwei bis vier Jahre umziehe – dafür sind die Bücher einfach zu wertvoll. Die Schuber-Ausgabe ist damit meine „Ersatzausgabe“, die ich immer bei mir habe. Das tolle an ihnen ist, dass der Buchschnitt jedes Teils mit je zwei Zaubersprüchen bedruckt ist, die sichtbar werden, wenn man das Buch in die jeweilige Richtung leicht biegt.

 

img_0107Diese Ausgabe von Harry Potter und der Stein der Weisen ist die Illustrierte von Jim Kay, ebenfalls erschienen bei Carlsen. Dieses wunderschöne Buch habe ich von meiner Schwester zum Geburtstag geschenkt bekommen. Wie toll diese Ausgabe ist, muss ich hier, glaub ich, nicht erläutern, denn die meisten von euch haben sicherlich schon mal einen Blick hinein geworfen oder besitzen es selbst. In dieser Form besitze ich auch den zweiten Teil, der Dritte steht aber noch auf meiner Wunschliste und hat es aus finanziellen Gründen (wie es immer so ist) noch nicht in mein Bücherregal geschafft.

 

 

img_0098Diese Sonderausgabe (2018 – anlässlich des 20. Jubiläums) von Harry Potter und der Stein der Weisen habe ich mir von meinen Lesepunkten gegönnt, die man seit neusten bei einem Einkauf bei Hugendubel sammelt. Das Cover und vor allem der Buchrücken sind wunderschön und wenn ich irgendwann auch die anderen sechs habe, werden sie das optische Highlight in meinem Bücherregal sein. Die Gestaltung des Textes im Inneren unterscheidet sich leider nicht von den gewohnten Carlsen-Büchern … ich hätte mir hier auch noch eine typographische Gestaltung der Kapitel und Sondertexte gewünscht, so wie in den englischen Ausgaben. Wenn es schon die Jubiläumsausgabe ist, hätte man doch wenigstens auch dem Inhalt noch einmal einen neuen Anstrich geben können.

Frankreich:

img_0148Habe ich mal erwähnt, wie fies Buchhandlungen sind? Die französische Ausgabe des dritten Teils: Harry Potter et le prisonnier d’Azkaban lag monatelang in meiner Stammbuchhandlung. Irgendwann hatte es mich so weichgeklopft, dass es dann doch mitmusste (2019). Und wer kann es mir schon verübeln – habt ihr das Cover gesehen??? Außerdem muss ich ja wenigstens eine der Ausgaben besitzen, in denen der Dunkle Lord Tom Elvis Jedusor heißt und ich dem Haus Poufsouffle angehöre.
Die Textgestaltung der Geschichte ist sehr unspektakulär. Sondertexte wie Briefe, Zeitungsartikel und andere sind nur durch Kursivsetzung hervorgehoben.

Grönland:

img_0095Eine der vielen Ausgaben, die meine Schwester von ihren Reisen mitgebracht hat, ist Harry Potter og fangen fra Azkaban. Diese Ausgabe des dritten Teils ist auf Dänisch und stammt aus Sisimiut auf Grönland (deswegen steht sie auch unter Grönland und nicht unter Dänemark). Die Covergestaltung ist Geschmacksache – vor allem wenn man Hermines Sitzhaltung auf Seidenschnabel näher betrachtet. Ähnlich wie die niederländische Ausgabe lässt die typografische Gestaltung der Sondertexte im Buch (Briefe, Zeitungsausschnitte …) zu Wünschen übrig. Briefe sind maximal kursiv gesetzt, jedoch nicht weiter hervorgehoben. Ich finde so etwas schade, doch hängen solche Entscheidungen natürlich immer von der Zielgruppe und deren Lesegewohnheiten ab.

Großbritannien:

img_0104Meine erste fremdsprachige Ausgabe war die 2000 veröffentlichte Taschenbuchausgabe von Bloomsbury Publishing von Harry Potter and the Philosopher’s Stone. Eigentlich gehörte sie meiner Schwester, doch hat sie mir ihre irgendwann überlassen. Diese Ausgabe  ist voller Notizen und Markierungen, da ich sie fürs Studium im Anglistikseminar mehrfach bearbeitet und auseinandergenommen habe. Langsam löst sie sich in ihre Bestandteile auf und einige Seiten sind behelfsmäßig mit Tesa wieder eingeklebt, aber ein Teil der Sammlung wird sie trotzdem immer bleiben.

 

 

img_0106In diese Ausgabe von Bloomsbury Publishing (2014) habe ich mich auf den ersten Blick verliebt und bin monatelang um sie herumgeschlichen. Harry Potter and the Philosopher’s Stone steht hier stellvertretend für den gesamten Schuber, den ich nach vielem Niffen 2016 zu Weihnachten geschenkt bekommen habe. Ich liebe diese Ausgabe mit den ganzen Sternen, der Karte von Hogwarts und den typografisch hervorgehobenen Briefen, Zeitungsausschnitten und Froschkartentexten. Und dann die Cover … Wenn ich meine Lieblingsausgabe wählen müsste, dann wäre es eindeutig diese (auch wenn die Hufflepuff-Version nah rankommt).

 

img_0100Meine dritte britische Ausgabe von Harry Potter and the Philosopher’s Stone (Bloomsbury Publishing, 2017) kommt von den Orkney Islands. Meine Schwester hat mir diese von ihren Reisen mitgebracht. Sie ist eine der 2017 veröffentlichten Sonderausgaben, die zum Jubiläum von 20 Jahren Harry Potter in Hausfarben veröffentlicht wurde. Da ich ein Hufflepuff bin, ist meine natürlich schwarz-gelb. Ich besitze die Hardcover-Ausgabe, deren Buchschnitt ebenfalls in Hausfarben gestaltet ist. Im Inneren sind die Hausausgaben um Informationen zu den jeweiligen Häusern ergänzt worden, in meiner beispielsweise um Informationen zu Helga Hufflepuff, dem Hufflepuff-Gemeinschaftsraum oder auch Infos zu bekannten Hufflepuffs und der Hauslehrerin. Ansonsten ist die Ausgabe genauso gestaltet wie die Bloomsbury-Ausgabe von 2014.

 

Irland:

img_0101Die irische Ausgabe des ersten Teils, Harry Potter agus an Órchloch, hat mir Annabel (Stehlblüten) von ihrem Auslandssemester in Irland 2018 mitgebracht. Der Text ist komplett auf irisch, die typographische Gestaltung, die man von den englischen Bloomsbury-Ausgaben gewohnt ist, fehlt hier jedoch. Noch nicht einmal meine heiß geliebten Sterne am Beginn eines jeden Kapitels wurden übernommen. Dennoch bin ich glücklich, diese Ausgabe zu besitzen, denn vor allem diese und die schottische Ausgabe habe ich besonders ins Herz geschlossen und stehen deshalb ganz oben auf meiner Wunschliste.

 

Italien:

img_00992018 waren meine Eltern und meine Schwester in Mailand zu einem Einaudi-Konzert und brachten mir diese Sonderausgabe anlässlich des 20. Jubiläums, erschienen bei Salini Editore, mit. Bei dieser Ausgabe Harry Potter e la pietra Filosofale handelt es sich um den ersten Teil der Reihe. Das Cover wurde ursprünglich für die Scholastic Inc von Brian Selznick gestaltet. Gemeinsam mit den dazugehörigen Covern der anderen Bände bildet sich, wenn man alle nebeneinander legt, ein großes Gesamtbild (mehr Infos hier auf Pottermore). Je genauer man das Cover betrachtet, desto mehr entdeckt man in den vermeintlichen Schatten. Die typographische Gestaltung des Textes lässt im Gegenzug dazu mal wieder zu wünschen übrig; es wird maximal mit Absätzen und kursiven Hervorhebungen gearbeitet.

Japan:

Meine japanische Ausgabe des ersten Teils (dessen japanischen Titel ich hier nicht hinschreiben werde, weil … schaut aufs Foto, dann wisst ihr warum) habe ich von meiner Cousine geschenkt bekommen für das Lektorat ihrer Bachelorarbeit. Die Lesrichtung dieser Ausgabe ist von hinten nach vorn. Doch das ist nicht die einzige Besonderheit des Buches. Die Kapitel sind alle mit dem englischen Originaltitel untertitelt, die Kapitelanfänge werden durch Illustrationen eingeleitet, die in ihrer Qualität an die Illustration auf dem Buchcover erinnern. Die Illustrationen im Buch und auch das Cover stammen von dem New Yorker  Künstler Dan Schlesinger. Wie seine Kunst sind auch diese Bilder Geschmacksache (meiner leider nicht).
Die Sondertexte (Briefe, Schokofroschkarten, etc.) im Buchinneren wurden in dieser Ausgabe durch Kästen hervorgehoben.

Niederlande:

img_0103Harry Potter en de Steen der Wijzen habe ich von Anna aus Amsterdam mitgebracht bekommen. Diese Ausgabe zählt zu denen, die ich für das Lektorieren von Bachelorarbeiten erhalten habe. Ich liebe das Cover, welches man, stehe nicht Harry Potter drauf, nicht wirklich mit der Buchreihe von JK Rowling in Verbindung gebracht hätte. Und doch macht genau dies für mich seinen Charme aus. Nur das Innere des Buches finde ich relativ lieblos gestaltet, da hier der Text nicht typografisch aufwendig gesetzt wurde, sondern fast jedem einfachen Taschenbuch gleicht. Bedenkt man jedoch, dass dies die „Erwachsenenausgabe“ des Buches in den Niederlanden ist, lässt sich diese Gestaltung der Buchseiten wieder nachvollziehen, wenn auch nicht ganz verzeihen.

 

Polen:

img_0102Meine polnische Ausgabe habe ich 2017 in Szczecin gekauft, als ich mit meinem Vater die  Tall Ships‘ Races besucht habe und anschließend mit ihm von dort nach Dänemark gesegelt bin.
Das Äußere von Harry Potter I Komnata Tajemnic, des zweiten Teils der Reihe, ist sehr erwachsen gestaltet, mit einem sehr langen Klappentext auf der Rückseite des Umschlags und einem kleinen Porträt von JKR. Das Cover spielt auf die Tür zur Kammer des Schreckens an. Im Inneren hat man sich, trotz dieser erwachsen wirkenden Ausgabe, Mühe bei der typografischen Gestaltung gegeben. Der Brief vom Zaubereiministerium beispielsweise ist eingerückt worden, kursiv gesetzt und Mafalda Hofkirchs Unterschrift ist in einer Handschrift-Schriftart gestaltet. Am Ende des Buches ist ein kleines Glossar angefügt, das nicht nur das vorhergehende Buch beschreibt, sondern auch Eigenbegriffe aus JKRs Feder.

 

Russland:

img_0096Von ihrer Reise durch die Nord-Ost-Passage brachte mir meine Schwester 2018 die russische Ausgabe von Harry Potter und der Stein der Weisen aus Murmansk mit. Ich liebe das Cover (gestaltet von Kazu Kibuishi) und die Stimmung, die es ausstrahlt. Schon beim Betrachten wird man von der Sehnsucht angesteckt und will am liebsten das Buch aufschlagen und wieder in die Geschichte eintauchen. Der einzige Makel an dieser Illustration ist die Gestaltung der Klappentextillustration: Hier hat man Harry vor dem Spiegel Nerhegeb abgebildet und zeigt, was er darin sieht … naja, wie soll ich sagen, man orientierte sich hier eher an der Filmversion, was ich ziemlich nachlässig und traurig finde. Verlage, die diese Bücher herausbringen, sollten es eigentlich besser wissen.
Bei der typographischen Gestaltung hat man sich hingegen wieder mehr Mühe gegeben und nutzte neben den üblichen Hervorhebungen auch unterschiedliche Schriftarten. Auffallend ist, dass das Papier sehr dünn und durchscheinend ist, was mich beim Lesen (wenn ich russisch könnte) stören würde. Aber in Russland entspricht dies vielleicht den üblichen Lesegewohnheiten, deshalb erwähne ich dieses Fakt nur am Rande.

Schottland:

img_0092Wenn es eine fremdsprachige Ausgabe gibt, auf die ich mehr als scharf war, dann diese. Harry Potter and the Philosopher’s Stane ist die schottische Version des ersten Teils. Mitgebracht hat sie mir Anna aus der Stadt, in der die meisten Harry Potter Bücher geboren sind: Edinborough. Gestalterisch gleicht diese Ausgabe der britischen Bloomsbury Ausgabe von 2000. Das tolle an der Ausgabe ist die schottische Sprache, die man größtenteils versteht und die einen oft zum Schmunzeln bringt. Wolltet ihr schon immer wissen, wie euer Haus auf Schottisch heißt?  Dann sucht euch eures aus diesen Vieren aus: Gryffindor, Hechlepech, Corbieclook & Slydderin.

 

Schweden:

Meine schwedische Ausgabe ist etwas ganz Besonderes: Erschienen ist diese Ausgabe von Harry Potter och De Vises Sten 2016 bei Rabén & Sjörgen. Auch diese Ausgabe stammt von einer der Reisen meiner Schwester, gekauft in Vika (Schweden). Obwohl ich das Cover zu bunt und überfüllt finde, mag ich die Veredelung sehr, die mit Silberfolie auf den Umschlag geprägt wurde. Die Rückseite des Umschlags ist komplett in dieser Art gestaltet, auf der Vorderseite nur der Titel und einige feine Linien um Harry Potter herum.
Die Innenseiten sind ebenso liebevoll gestaltet wie das Äußere. Über jede Seite ziehen sich Sterne. Die Seiten neben den Kapitelanfängen, die immer rechts gesetzt wurden, sind immer schwarz mit weißen Sternen. Endet ein Kapitel auf einer linken Seite, folgt eine weiße Seite mit schwarzen Sternen, danach wieder die schwarze Seite mit weißen Sternen und dann ein neues Kapitel. Auch die verschiedenen Sondertexte (Briefe, Zeitungsartikel, etc.) sind ähnlich der Bloomsbury-Ausgabe typografisch hervorgehoben.