Hohe Kunst, Unterhaltungs- oder Trivialliteratur? 

Neulich unterhielt ich mich mit einer Bekannten und da wir beide Bücherwürmer sind, kamen wir natürlich irgendwann zur Frage: Was liest du denn so? Sie fing gleich darauf an mit Hesse und Thomas Mann, ging über zu den guten, alten, deutschen Literaten und wie toll es doch sei, in ihre dramatischen Welten abzutauchen. Als sie mir die Frage zurückstellte und ich begann von meinen Kinderbüchern, Erin Morgenstern und YA Romanen zu schwärmen, erntete ich ein mitleidiges Lächeln. Plötzlich beobachtete ich mich durch die Außenperspektive und sah mich umschwenken. Ich zog die paar wenigen Klassiker aus dem Hut, die ich gelesen und auch gemocht hatte. Ich schämte mich in dem Moment dafür, dass ich nicht halb so viel „Hohe Literatur“ las wie sie, denn irgendwie wollte ich sie ja auch davon überzeugen, dass ich eine ernstzunehmende Leserin bin. Doch jede weitere Antwort wirkte wie eine Verteidigung meines Rufs als Bücherwurm, anstatt wie eine leidenschaftliche Präsentation der Bücher, die ich wirklich liebte. 

Vor ein paar Wochen führte ich ein ähnliches Gespräch mit einer guten Freundin, die davon schwärmte, dass sie dank Corona jetzt wieder mehr zum Lesen kommen würde. Ich fragte sie, wie viele Bücher sie so bisher gelesen habe und sie antwortete „So zwanzig bestimmt schon.“ Ich nannte mir natürlich auch meine Zahl und ganz plötzlich schwenkte sie in den Verteidigungsmodus (denn sie weiß, was sich in meinem Bücherregal tummelt) und meinte, sie lese ja richtige Bücher, so mit Inhalt und so und vielen Seiten. Hallo? Geht’s noch? Seit wann sind 20 Bücher á maximal 400-500 Seiten mehr wert, weil sie aus der Belletristik und dem Sachbuch kommen, als meine mittlerweile knapp 150 Bücher? Ich habe dieses Jahr schon mehr dicke Bücher gelesen, auch Sachbücher, als sie, zusätzlich zu all den Drei ??? Büchern und den Kinderbüchern. Ich ließ die Unterhaltung auslaufen und wechselte elegant das Thema, auch wenn ich innerlich kochte und am liebsten Füße stampfend den Raum verlassen hätte. 

Mich nervt diese Abtrennung von „Hohe Literatur“, „Unterhaltungsliteratur“ und „Trivialliteratur“ sehr, und da spreche ich noch nicht mal von dem ganzen Augenrollen, das ich dafür erhalte, dass ich gerne Kinder- und Jugendliteratur lese (und das mit knapp 30 – na und???). Auch als Buchhändlerin begegnen mir immer wieder Sätze wie: „Ich wollte eigentlich gute Literatur lesen“ oder „Hmm, das ist jetzt aber doch eher Unterhaltungsliteratur, oder?“ (es gibt einen Grund, warum ich lieber im Kinder- und Jugendbuch arbeite). Warum schätzen wir diese langweiligen, oftmals nur aus dem Grund kompliziert geschriebenen (weil man damit mal einen Preis gewinnen will) Bücher als so viel wertvoller ein? Warum unterscheiden wir überhaupt zwischen diesen drei Arten?

Hier ein wenig geschichtlicher Hintergrund:
Die Unterscheidung der drei Formen der Literatur begann im Wesentlichen im 18. Jahrhundert als Frauenliteratur, Horror- und Abenteuergeschichten immer beliebter wurden. Im Sinne der Kunst differenzierte man plötzlich zwischen Hoher, und damit anspruchsvoller Literatur und seichter Unterhaltung. Die eine Art war es wert, unterrichtet und analysiert zu werden in Hochschulen, Cafés und Literatursalons, die andere diente nur dem persönlichen Vergnügen oder wurde eben hauptsächlich von Frauen gelesen. Übrigens entstand zu der Zeit auch der Begriff „Belletristik“ (schöngeistige Literatur), die am Anfang als Inbegriff für Unterhaltungsliteratur galt und erst in den letzten Jahren auch die Hohe Literatur mit unter sich aufnehmen durfte – doch natürlich werden beide Unterarten noch immer streng getrennt.
Viele Literaturwissenschaftler unterteilen seitdem in Hohe Literatur (sterbenslangweilig, aber mit hohem künstlerischem Anspruch, den man nur richtig zu schätzen weiß, wenn man Germanistik studiert hat oder jedes Wochenende das Feuilleton liest), Unterhaltungsliteratur (der ganze Rest, der noch zur Belletristik zählen darf, in Ausnahmen auch Fantasy und SciFi) und Trivialliteratur (einfach zugängliche Werke für die breite Masse, die meist mit der Mode gehen und oftmals gar nicht erst als Hardcover erscheinen). Dabei wird Trivialliteratur auch mit Schundliteratur gleichgesetzt, wie Groschenhefte oder „Sachbüchern“ von Stars und Sternchen, wie zum Beispiel die Bitchbibel oder das neue Buch von Daniela Katzenberger; alles vollkommen trivial, in ein paar Monaten nicht mehr relevant, dafür aber die Cash Cows der Buchbranche, denn nichts wird mehr verkauft als diese Bücher (zum großen Leid der Hohen Literatur – aber deren Leser bleiben sowieso lieber unter sich).

Ich mag diese Unterteilungen nicht, weil ich fest davon überzeugt bin, dass Literatur in erster Linie Spaß bringen soll. Ich verstehe es nicht, warum ich mich durch ein langweiliges Buch quälen soll, mit ultradramatischer Handlung (am besten noch spielt die Geschichte im Dritten Reich, der Depressionszeit der 20er Jahre oder einer vergleichbaren schlimmen Phase unserer Geschichte) und am besten ganz vielen facettenlosen Figuren mit komplizierten Namen, die alle höchstens vier Seiten auftauchen (wenn überhaupt) und am Ende passiert nichts weiter, als dass die Hauptfigur 600 Seiten lang rumgeheult hat, wie schrecklich das Leben doch ist. Wenn wir Glück haben, bringt der Protagonist sich am Ende um, doch selbst solche Romane ziehen sich ewig hin, da der Autor (wahrscheinlich genauso langweilig wie sein Protagonist) natürlich auch glaubhaft beschreiben muss, warum seine Figur am Ende diesen Schritt geht. Sorry, aber wer hat wirklich Spaß an so etwas. Gibt es diese Leser wirklich oder lesen sie das Buch in Wahrheit einfach nur, weil sie gebildet wirken wollen oder denken, dass man Halt einmal im Leben sowas gelesen haben muss? Ich weiß es nicht, und hey, am Ende muss das jeder für sich selbst entscheiden.

Mich regt jedoch auf, wie Leser der Hohen Literatur auf andere Leser herab schauen, wie wir uns gegenseitig (und auch selbst) fertig machen, weil wir mehr Spaß an Unterhaltungs- oder Trivialliteratur haben, statt etwas „Ordentliches“ zu lesen. Warum sind diese Bücher weniger Wert, als die langweiligen Schinken? Was gibt euch das Recht, bei meiner Leseliste die Augen zu verdrehen? Nur weil eure Bücher mehr Preise gewinnen und im Deutschunterricht oder an der Uni unterrichtet werden? Und mal ehrlich: warum sitzen in der Jury dieser Literaturpreise nur Literaturwissenschafter mit Doktortiteln, die aber eigentlich keine Ahnung von guten Büchern haben, weil sie ja nur Hohe Literatur lesen. Oder Pädagogen, die Bücher lieber danach beurteilen, wie wertvoll die mitgegebenen Botschaften sind, statt danach, wie viel Spaß ein Kind beim Lesen hat, bzw. ob sich die Preisträger auch im Buchladen verkaufen lassen (schaut euch nur mal die Kinderliteraturpreisträger an, dann wisst ihr, wovon ich rede).

Bücher sind Bücher, oder nicht? Okay … bis auf ein paar Ausnahmen (Looking at you Twilight & Fifty Shades), aber selbst die finden ihre Leser, die sie leidenschaftlich lieben und verteidigen. Jedes Buch, dass seine Leser findet, hat meiner Meinung nach seine Daseinsberechtigung verdient und wir müssen aufhören, andere Leser daran zu werten, was sie lesen. Freut euch lieber, dass sie es tun. Fragt nach, was sie an ihrem bevorzugten Genre lieben. Warum greifen sie gerade nach diesen Büchern? Was bedeuten sie für eure Bekannten, Freunde, fellow Bücherwürmer? Wäre das nicht die viel interessantere Konversation, die wir führen könnten? Warum müssen wir uns schuldig fühlen für das, was uns Freude bringt?

Bücher sind toll, egal aus welchem Genre sie kommen oder zu welcher Art von Literatur sie zählen. Ich bin nicht mehr bereit, mich kleinreden zu lassen, wenn es um meine Leseliste geht. Ab jetzt wird sich nicht mehr für die Bücher geschämt, die wir lieben! Ich hoffe, ihr stimmt mir zu (und wenn nicht, dann ist hiermit die Diskussion in unserer Kommentarspalte eröffnet).

Habt eine tolle Woche, genießt den restlichen Sommer und lest, worauf ihr wirklich Bock habt.

Alles Liebe,
eure Reni


13 Gedanken zu “Hohe Kunst, Unterhaltungs- oder Trivialliteratur? 

  1. Liebe Reni, ich finde diese Abgrenzung auch nervig. Ich lese, um mich zu unterhalten und in andere Welten abzutauchen, auch gern Jugendliteratur. Bis jetzt habe ich wenig Klassiker gelesen, von Thomas Mann nur die „Buddenbrooks“, das fand ich auch gut. Dann lese ich gern Fallada, einfach, weil der Mann so unglaublich gut erzählen kann, auch wenn es in deprimierenden Zeiten spielt.
    Für mich zählt allein, ob mich die Geschichte packt. Das ist doch wie mit Musik. Jeder hat einen anderen Geschmack und das ist auch gut.
    Verteidigen sollte man sich da nicht müssen. Bücher, die mich nicht interessieren, ignoriere ich.
    Liebe Grüße, Susanne

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  2. Liebe Reni!

    Ohje, das alte „ur-deutsche“ Problem: die Unterscheidung zwischen E und U – die Unterteilung in ernster und unterhaltener Kultur (Es lebe das Schubladendenken!). Dabei sollten doch beide als gleichwertig angesehen werden, solange sie höchst professionell ihrem Publikum präsentiert werden. Ich habe diese Einteilung in Schubladen nie verstanden! Für mich war/ist immer wichtig, ob ich berührt, gefangen und mitgenommen werde: Da sitze ich in der Oper und mir stockt ergriffen der Atem bei einer Koloratur der Sopranistin. Bei einer gelungenen Komödie rinnen mir vor Lachen die Tränen über die Wangen…!

    In anderen Ländern wird deutlich entspannter damit umgegangen: Da spielen Künstler in der einen Saison bei der Royal Shakespeare Company, und in der nächsten Saison treten sie im West-End in einem Musical auf. Und das Beste: Niemand nimmt Anstoß daran!

    Parallelen lassen sich durchaus zur Literatur ziehen…!

    Wenn mir Typen des „Bildungsbürgertums“ begegnen, entlocken sie mir eher ein mitleidiges Schmunzeln. Denn ihr elitäres Belächeln „von Oben herab“ sagt deutlich mehr über sie aus als über die Person, die von ihnen belächelt wird!

    Darum: Ich kann Dich nur ermutigen, solchen Typen mit Nonchalance und Humor zu begegnen. Da stehen wir doch drüber, oder?

    Herzliche Grüße
    Andreas

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  3. Hi Andreas,
    danke für das tolle Kommentar. Klar, stehen wir da drüber, aber wer in der Buchbranche arbeitet, wird mit dieser dummen und sinnlosen Diskussion leider ständig konfrontiert. Und Kunden sind leider auch unbelehrbar … zumindest einige von ihnen.

    Ich arbeite an meinem Selbstvertrauen und daran, mehr Mut zu haben, diese Konversation auch mal als das zu enttarnen, was sie ist: Alt, überholt und vollkommen sinnlos.

    Hab einen tollen Nachmittag!
    Gruß, Reni

    Gefällt 2 Personen

  4. Liebe Reni,

    ich fühle diese Rant wirklich. Ich studiere ja nun etwas Germanistikartiges und dementsprechend kenne ich diese Abgrenzung natürlich auch, aber ich muss meine Mitmenschen verteidigen: Ich habe auch ganz oft die positive Erfahrung gemacht, dass es viele Leser gibt, die gerne zu „schwerer, hoch angesehener Kost“ und dann auch wieder zu Jugendbüchern oder „trivialer“ Literatur greifen. Ich würde von mir selbst auch behaupten, dass ich beides aufrichtig gerne lese – ja nach Tagesform eben 🙂 Aber solche direkt oder indirekt abwertenden Konversationen unter Lesern, wie du sie hier beschrieben hast, die sollte es eigentlich gar nicht geben. Also ich bin da ganz bei dir, Lesen ist toll und man sollte sich nie dafür schämen, was man liest, ob das nun Goethe, Bret Easton Ellis oder die gute Stephenie Meyer ist 🙂

    Ein toller Beitrag!

    Alles Liebe,
    Valerie

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  5. Hallo Susanne,
    danke für dein tolles Kommentar. Ja, ich stimme dir zu. Am Ende hat jeder seinen Geschmack und zum Glück, denn sonst wäre die Buchbranche nicht halb so bunt. Nur an Toleranz fehlt es uns manchmal gegenüber anderen Lesern, die andere Bücher als wir lesen. Hinzu kommen all die Literaturpreise, die viele Bücher von vorne herein ausschließen, weil sie angeblich nicht wertvoll sind. Das regt mich manchmal einfach auf.
    Hab einen schönen Nachmittag.
    Gruß, Reni

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  6. Liebe Valerie,
    danke für dein Kommentar. Und du hast vollkommen recht, viele Konversationen mit anderen Bücherwürmern sind nicht so, wie meine beiden Beispiele. Und lieber habe ich die tollen Austausche ohne mich dabei minderwertig zu fühlen und mich verteidigen zu wollen. In der Buchbranche begegnen mir diese Unterhaltungen nur leider öfter, als mir lieb ist und das regt mich manchmal tierisch auf.
    Aber ich sehe das wie du, soll doch jeder lesen, woran er Spaß hat und den anderen das gleiche Recht einräumen. Dafür gibt es schließlich dieses breite Angebot an Büchern.

    Liebe Grüße,
    Reni

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  7. Lieber Reni, ja, man trifft dann gern auf angehende Reich-Ranitzkis. 😉
    Literaturpreise orientieren sich wohl eher daran, dass die richtige und akzeptierte Meinung durchscheint. Ich schreibe jetzt ab und zu Kurzgeschichten für kleine Preisausschreiben. Mal sehen, ob ich mit meiner trivialen Schreibe eine Chance habe. 😄

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  8. Liebe Reni, vielen Dank. 😊 Das dient vor allem der Übung, sich kurz zu fassen und dennoch Spannung aufzubauen.
    Hab einen schönen Abend. Ich geh dann noch Sternschnuppen gucken. Auch trivial, aber ein paar Wünsche hätte ich schon. 😁
    Liebe Grüße, Susanne

    Gefällt 1 Person

  9. Hey, schöner Post, du sprichst da echt was ganz Interessantes an.
    Ich lese auch am liebsten NA und werde dafür in meinem Umfeld häufig belächelt, was ich total schade finde.
    Lesen ist ein Hobby und sollte Spaß machen, es ist doch total egal, was gelesen wird, denn ist alles kein Wettkampf!
    Und wenn ich 100 New Adult-Bücher lese und mein Gegenüber 100 Klassiker – beides ist so viel wert, wie es beim Lesen Spaß gemacht hat 🙂

    Liebst, Lara.

    Gefällt 1 Person

  10. Hallöchen Reni 🙂

    Zum Teil sprichst du mir aus der Seele, doch gibt es auch einiges, mit dem ich anecke.

    Zunächst finde ich diese wertende Unterteilung auch vollkommen schwachsinnig. Literatur muss gefallen, dem Leser das geben, was er sucht. Für den Einen ist es seichte Unterhaltung, für den anderen seicht verpackter Ernst, manche mögen schwer verdauliches. Eben jedem Tierchen sein Pläsierchen. Ich verstehe, wenn jemand nach Feierabend nichts anstrengendes oder negatives lesen will, aber eben auch das Gegenteil. Da muss kein Literat hochnäsig herunter schauen, kein Leser sich wie ein besserer Mensch fühlen, weil er „Intellektueller“ ist. Ich selbst kenne Gespräche mit Belesenen, die den Namen eines Klassikers raushauen, den ich nicht kenne (ich lese im Übrigen sehr gern diese schwere Literatur) und dann ganz entsetzt sind. „Waaaas? Aber den kennt man doch!“ „Den muss man doch gelesen haben!“ Sowas nervt, aber was solls.
    Ich finde deine geschichtliche Betrachtung auch sehr schön, denn es offenbart, was für Fehler wir bis heute in der Literatur mitschleppen. Die Genre-Literatur wird gern von und für Frauen verstanden, während Bücher, die vom „wirklichen“ Ernst des Lebens handeln, natürlich nur von und für Männer geschrieben werden können. Überspitzt, doch vielleicht verstehst du, was ich meine.

    Ich verstehe also, dass dich ärgert, wenn die sog. Unterhaltungsliteratur nicht als vollwertig anerkannt wird. Das ist auch berechtigt. Doch man muss besser unterscheiden. Natürlich liest sich ein seicht geschriebener Roman unglaublich schneller, als Melville oder Tolstoi. Dank Booktube, Bookstagram und Co tummeln sich plötzlich überall Leseratten, die 20, 30 Bücher im Monat lesen. Allesamt i.d.R. Unterhaltungsliteratur. Können sie ja auch gerne lesen, doch offen gestanden nervt mich dieses geprahle. Es ist keine Kunst, 5 Bücher die Woche zu Lesen, wenn allesamt eine ähnliche Geschichte, eine recht leichte Sprache und bewährte Strukturen aufweisen. Das liest sich dann eben so weg. Manchmal frage ich mich, wie tief die einzelnen Bücher dann überhaupt noch berühren können, wie groß die Auseinandersetzung ist. Plötzlich sind es nicht mehr die Titel, die wichtig sind, sondern es geht um die Anzahl im Jahr und für die ambitionierten um Seitenzahlen.
    Wenn du dann von dem Gespräch erzählst, bei welchem du von deinen vielen gelesenen Büchern erzählt hast, dann kann ich dein Gegenüber verstehen. Man fühlt sich beinahe herausgefordert, hört einen Vorwurf, warum man selbst erst so wenig gelesen hat. Und dann ist das Genre natürlich erklärend, wenn auch wertfrei.

    Außerdem finde ich schade, wie hart du in diesem Artikel urteilst. Natürlich, du hast auch überspitzt und wolltest dir mal was von der Seele schreiben. Aber letztlich beklagst du dich, dass deine bevorzugte Literaturform belächelt wird, während du selbst der anderen Seite ihre Relevanz absprichst.
    Vielleicht habe ich es auch nur zu empfindlich aufgenommen, doch es erscheint mir wiedersprüchlich.

    Hui, einlanger Kommentar, sorry… Doch es ließ mir keine Ruhe 😉

    Liebe Grüße!
    Luna

    Gefällt 4 Personen

  11. Hallo Reni, Du hast ein interessantes Plädoyer verfasst für das Lesen, und das scheint mir die Hauptsache: dass man überhaupt liest. Wichtig finde ich, dass die Lektüre seinen Leser berührt und er sich wohl damit fühlt, egal, was er gerne liest. Allerdings bin ich immer dafür, dass die Buchzeilen den Horizont erweitern sollten, Geist und Wissen in irgendeiner Form bereichern und zum Denken anregen. Diese Dinge habe ich häufig eher in „Klassikern“ oder anspruchsvoller Literatur gefunden. Ich lese gern gemischt. Nach „schwerer“ Lektüre z. B. etwas „nur“ zur Unterhaltung. Grüße 🙂

    Gefällt 3 Personen

  12. Liebe Reni,
    das Thema taucht bei mir auch immer wieder auf, ist wie ein nicht tot zu kriegender Zombie, weshalb ich mich auch im heutigen Blogpost nochmal ein bisschen daran abgerackert habe. Aber du hast recht, eigentlich sollte es gar keine Rolle spielen. Aber oft kommt man dann in diese Verteidigungshaltung, es wird einem vorgeworfen, man lese immer nur Bücher nach dem gleichen Schema usw. Ich nehme mir vor, von jetzt an ganz offen zu dem zu stehen, was ich lese – nämlich alles, was ich interessant und spannend finde, egal, welches Label drauf geklebt wurde.
    Liebe Grüße,
    Tala

    Gefällt 1 Person

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