Dress like a secret nerd! (HMC-Edition)

Wie der Phönix aus der Asche erhebt sich ein Format, dass vor zwei Jahren das Licht der Welt erblickte und danach nie wieder gesehen ward.

Der Geist der vergangenen Beiträge hat mich mal wieder besucht und mir dabei ein Format vor die Füße gehauen, dass ich seit Jahren nicht mehr gesehen habe. Ja, irgendwann hatte ich mal einen eigenen Blog, aber irgendwie bin ich dort nie so ganz angekommen. Ob es nun daran lag, dass ich mein eigener Boss (und Schweinehund) war oder einfach an zu vielen gescheiterten Ideen, kann ich nicht sagen. Trotzdem kommen hier und da wieder alte Funken auf und plötzlich sieht ein totgeglaubtes Format wieder ganz spannend und interessant aus.

Kurze Recap:
Dress like a secret nerd! sollte ein Format sein, dass sich an jene Buchnerds und Filmgeeks wendet, die ihre Fandoms zwar lieben, im Alltag aber nicht sofort an ihren Merch T-Shirts, großen Taschen und Button-Kollektionen erkannt werden wollen. Nicht aus Scham oder Vorsicht, sondern vielmehr weil bestimmte Kleidungsstandards auf Arbeit es nicht erlauben oder ähnliche Probleme den Alltag bestimmen. Ich vergleiche das stilvolle und fantasievolle Kleiden eines Nerds gerne mit dem heimlichen Tragen von verruchter Unterwäsche: Die Außenwelt sieht es nicht, aber man selbst weiß genau, was man trägt. Und es fühlt sich gut an.

Mein erster (und bisher einziger) Beitrag lief unter diesem Format damals unter der Flagge des Winter Soldiers und zeigte, wie jeder ein bisschen Bucky in seinen Alltag bringen kann. Bis heute macht mir der Beitrag Spaß und bestimmte Kleidungsstücke assoziiere ich daher noch immer mit meinem Liebling aus dem MCU. Dabei ist es mir jedoch immer wichtig, alltagstauglich zu sein und nicht zu sehr ins Cosplay oder Kostümieren allgemein hineinzurutschen.

Die Inspirationsquelle:
Was genau bedeutet das nun für Howl’s moving castle? Wieder einmal orientiere ich mich in diesem Fall mehr am Film als am Buch. Das Buch erwähnt zwar immer wieder Howls Anzüge (und vor allem was Sophie alles damit anstellt), haben mir bisher aber wenig Inspiration gegeben, um meinen Kleiderschrank umzuwälzen. Dafür gibt es im Film einige tolle Outfits, denen ich heute ein wenig auf den Grund gehen möchte. Das sind vor allem die Kleidungsstücke, die von Sophie und Howl gegen Ende des Filmes getragen werden. Howls Kombination aus schlichter weißer Bluse im Zusammenhang mit einer schwarzen Hüfthose ist ein Traum, aber auch Sophies blaues Kleid in Kombination mit den grauen Haaren lässt mich jedes Mal aufseufzen, wenn ich es sehe.

Die Outfits:
Mit dem im Hinterkopf, können schnell einige alltagstaugliche Outfits zusammengetragen werden. Mit schwarzen Hosen kann mein Kleiderschrank das ganze Jahr über dienen und zusammen mit einer locker sitzenden Bluse in Weiß in den Bund gesteckt habe ich mein erstes Movie-Outfit zusammengestellt und kann nun glücklich über die Blumenwiesen rennen oder mich einfach in einen großen, schwarzen Vogel verwandeln.
Das zweite Outfit ist wieder mehr an Sophie orientiert und besteht letztlich nur aus einem blauen Kleid, dass ein wenig höher am Kragen geschnitten ist.
Variationsmöglichkeiten: Ich habe mir einmal die Mühe gemacht, einen hellblauen Tellerrock zu schneidern und mit einer Szene aus Howl’s moving castle zu bemalen. Nachdem er die erste Wäsche mehr schlecht als recht überlebt hat (Reni und ich mussten eine virtuelle Beerdigung für Howl abhalten und haben ihm anschließend unseren Kollegen der P.V.O. zur Reanimation übergeben), bin ich mittlerweile sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Viel secret ist beim Motiv vielleicht nicht mehr vorhanden, aber die Frühlingsfarben gefallen mir mittlerweile sehr gut und ich war zu Quarantänezeiten lang genug beschäftigt, um mich nicht zu langweilen. Mit der zuvor erwähnten weißen Bluse und ein paar der später erwähnten Accessoires ist mein Frühlingsoutfit fertig und ich fühle mich beim Tragen wie eine Mischung aus beiden Charakteren und zu allem bereit.

Accessoires:
Kennt ihr das Fangirl-Level, in dem ihr anfangt, mit Accessoires zu arbeiten? Genau das wird jetzt gemacht. Für den Frühling und den Sommer bietet Sophies Strohhut eine tolle Gelegenheit mal wieder Hüte zu tragen (ich mache es so selten, was eigentlich schade ist). Wem Hüte einfach nicht gefallen, kann sich aber auch an Howl’s Schmuckkästchen bedienen: Eine Kette mit blauen Stein und kleine grüne Ohrhänger und schon ist man bestens geschützt vor den Avancen der Hexe aus dem Niemandsland. Und dann gibt es natürlich noch die silbernen Ringe von Howl und Sophie, die ein Traum für sich sind. Aber auch wenn unsere Ringe nicht leuchten, können sie trotzdem sehr schön aussehen.

Für mich gehören Düfte genauso zu einem gelungenen Outfit wie Schuhe oder Schmuck. Wenn ich an Howl’s moving castle denke, muss ich an blumige Düfte denken, oppulente Rosenbouquets und einen Hauch von Rauch und Qualm als Abrundung. Da es das eher nicht als Parfüm zu kaufen gibt, verweise ich lieber an einfache Düfte wie Maiglöckchen, Flieder oder Lavendel.

Und schließlich rundet nichts besser ein Outfit ab, als die passende Playlist auf den Ohren. Natürlich empfehle ich einfach den gesamten Movie-Soundtrack, da dieser ein Kunstwerk an sich ist (Merry Go-Round of Life und Sulliman’s Sternenzauber sind meine persönlichen Highlights), aber mit ein wenig Fantasie und Commitment gibt es noch ganz andere Lieder, die auf die Playlist passen.

Mein Top Fünf sind diese hier:

  1. Promise of the world – Kimura Youmi: Dieses Lied ist der Credit-Song aus dem Film und setzt mir mit seiner leichten Stimmung immer ein Lächeln auf.
  2. Sosban Fach – Walisisches Volkslied: Besser bekannt als Calzifer Kochtopflied aus dem Buch und absolut hörenswert, alleine schon weil es auf Walisisch ist.
  3. Bitch – Meredith Brooks: Lest das Buch und ihr werdet verstehen, warum dieses Lied als Howl’s Hymne in die Geschichte eingehen sollte.
  4. Sweet as whole – Sara Bareilles: Wenn Bitch Howl’s Hymne ist, wird Sweet as whole zu Sophie’s Hymne.
  5. Lost / Heart – Cuco: Braucht es noch mehr als diesen Titel?

 

Fazit:
Dieser Monat verging tatsächlich schneller als gedacht, aber dank all dem Vorbereiten und der intensiven Auseinandersetzung mit einem Kinderbuch und dem dazugehörigen Kinderfilm fühle ich mich gleich schon wieder weniger alt. Ich hoffe, ihr hattet auf meiner Blogreise durch unsere unterschiedlichen Formate genauso viel Spaß wie ich und habt zumindest ein wenig Lust bekommen Howl’s moving castle in irgendeiner Form zu konsumieren (am besten wäre natürlich das Buch, aber jedem, der sich nun dem Film zuwendet bin ich genauso dankbar).

Ich verkrieche mich also nun wieder zurück in meine Kissenburg, singe lauthals Disneylieder und ignoriere mein Quarterlifecrisis gekonnt mit meiner Sammlung von Bilderbüchern, Teenieromanen und Miraculous. Denn wenn ich eines in all den Jahren gelernt habe, dann dass Peter Pan recht hatte:

Don’t grow up, it’s a trap!
Alles Liebe, Anna


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