D.I. Why not?

Fangen wir jetzt wirklich auch noch ein DIY-Format auf dem Blog an? Ja. Aber warum? Es geht doch um Bücher! Weil es ein DIY Format zu Büchern ist!

Ich habe euch vorgewarnt. Diesen Monat werden alle Register gezogen, die ich noch in Petto habe. Wartet einmal bis wir zum Grand Deur kommen. Das wird witzig.
Aber keine Sorge. Ich zähle zu den Leuten, die unheimlich gerne Dinge anfangen, aber beenden ist meist außerhalb meiner Aufmerksamkeitsspanne. Es würde mich also gar nicht wundern, wenn dies hier der einzige DIY-Beitrag wird, einfach weil ich danach keine Lust mehr hatte.

Wir hatten bisher eine Buchrezension, eine Filmrezension und eine Coverrezension zum wandelnden Schloss. Eigentlich sollte es jetzt gewesen sein, oder? Ich meine, es wurde alles gesagt, oder? Von wegen! Ich weiß nicht wie es euch geht, aber gehe ich einmal richtig in einem Fandom auf, dann würde ich am liebsten in der Zeit meine gesamte Wohnung damit tapezieren, alle Textilien neu überziehen und alle Gläser, Tassen und Teller austauschen. Gott sei Dank hält mich zumindest mein Geldbeutel von regelmäßigen Renovierungsmaßnahmen ab. Aber trotzdem bin ich ein Merch Girl in a Merchandise World. Wenn es aber einmal wieder in den Fingern juckt, greife ich gerne zum altbewährten Selbstmachen zurück. Vor allem zu Corona-Zeiten bin ich auf Hochtouren gelaufen, während alle Anwesenden nur noch mit wachsender Sorge einem Projekt nach dem nächsten zusahen und versuchten, davon kein Schleudertrauma zu bekommen.

Aber Achung! Disclaimer! Oder wie immer man das jetzt nennt!
Ich bin DIY-Novize und dazu noch ein sehr ungeduldiger. Dies wird absolut keine Anleitung zum Nachmachen, der Tatsache geschuldet, dass ich keine Anleitungen schreiben kann und absolut keine Kenntnisse besitze, die es wert sind geteilt zu werden. Jeder mit ein wenig Näh- und Bastelerfahrung wird wahrscheinlich nur den Kopf angesichts meiner jämmerlichen Versuche schütteln, aber da bei mir stets nur die Freizeitbeschäftigung, der Spaß und der unkomplizierteste Weg im Vordergrund stehen, bin ich mit dem Endresultat meist schneller zufrieden als manch anderer ist und solange ich meinen Spaß hatte, hat es bereits einigermaßen seinen Zweck erfüllt.

Kommen wir daher nun zu den Buchtaschen:
Vor ein paar Jahren habe ich solche Booksleeves zum Schutz und Transport von Büchern in allen Buchläden gesehen und dann waren sie plötzlich wieder weg vom Fenster. Dumm nur, wenn man Jahre nach dem Trend auf die Idee kommt Hey! Sowas will ich auch haben! So kam es zu diesem Projekt und es kam mir sogar recht gelegen, denn die Wochen zuvor habe ich wieder mit dem Sticken angefangen und wusste vor lauter Stickereien nicht mehr wohin damit. Schnell wurde ein Crashkurs zu Nähmaschinen bei meiner Mutter gemacht (denn wenn ich eines auf den Tod nicht leiden kann, dann ist es, irgendetwas mit der Hand zu nähen; Würg!) und mit den Stoffresten aus drei Generationen und vier Haushalten konnte ich endlich anfangen. Die Hülle selbst war recht einfach zusammengeschustert aus einem Innenstoff, ein wenig Vlieseline zur Polsterung und einem Außenstoff. Schwierig wurde es eigentlich erst bei den Stickereien. Da ich diese zuvor einfach auf weißer Baumwolle gestickt habe, war eine einfache Übertragung auf den Stoff nicht möglich und sah auch immer doof aus. Also kratzte ich noch ein paar Häkelbordüren zusammen und nähte die Stickereien im Stile viktorianischer Kamees auf die Vorderseite (leider dann doch mit Hand, aber ein Projekt ist nur so gut wie die Liter an Blut, die dafür vergossen werden).

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Als ich am Ende noch ein wenig Stoff über hatte, machte ich kurzerhand noch ein Lesezeichen dazu, denn was gibt es Schöneres als passendes Buchzubehör? Im Stil habe ich mich vor allem wieder am Film orientiert, schlichtweg weil die Masse an Fanart spezifisch zum Buch überschaubar, aber vor allem wenig fürs Sticken geeignet ist.

Ich mag meine Buchtasche sehr gerne und haben neben dem wandelnden Schloss noch ein paar weitere angefertigt, zumindest solange mir der Sinn danach stand, ich das nötige Material hatte (nichts ist schlimmer als während der Ausgangssperre zu begreifen, dass einem die Materialien ausgehen!) und ich für beinahe jedes Buchformat eine passende Tasche habe. Für die großen Hardcover-Giganten kann ich problemlos die hier vorgestellte Tasche benutzen (ja, es gibt noch verzweifelte und sture Buchnerds, die auch ein Hardcover-Buch mit durch den Alltag schleppen!), bei kleineren Taschenbüchern oder Paperbacks reichen auch gerne die anderen.

Das war es erst einmal wieder von mir. Was sind eure derzeitigen DIY-Projekte und was gehört zu dem Merchandise, auf das ihr in eurem Fandom einfach nicht verzichten könnt? Bis bald!

Alles Liebe, Anna


2 Gedanken zu “D.I. Why not?

  1. Herrlich! 😀
    Bei der Formulierung „Ein Projekt ist nur so gut wie die Liter Blut die dafür vergossen wurden“ (oder so ähnlich) musste ich laut auflachen! Dein Resultat gefällt mir sehr gut!
    Ich mag Merch, besitze selbst aber keinen… Die einzige Buchtasche, die ich habe, hat keinen Bezug zu einer Geschichte und ist auch nicht selbstgemacht, aber ich liebe sie trotzdem. Hübsch und praktisch.
    Und diy während Corona… Habe ich auch nicht gemacht…
    Außer eine schlichte Mundschutzmaske O:-)
    Aber ich finde es wunderbar darüber zu lesen was andere so zaubern!
    Vielen Dank für diesen sehr unterhaltsamen Beitrag 🙂 Du findest echt tolle Formulierungen

    Gefällt 1 Person

  2. Hallo Gedankenpilze (Ich liebe deinen Namen!),

    ganz lieben Dank für deine netten Worte. Buchtaschen sind schon was Feines, oder? Seit ich sie entdeckt habe, möchte ich sie für unterwegs gar nicht mehr missen. Da kann man seinen Lieblingen gleich was Gutes tun, indem man sie nett behandelt und so wunderbar einkleidet.
    Masken habe ich auch in letzter Zeit in Fließbandarbeit für Freunde und Familie gemacht. Kaum spricht sich herum, dass man eine Nähmaschine besitzt, kommt man gar nicht mehr da weg ^^‘
    Vielleicht findest du beim Lesen noch ein paar Corona-Hobbies und sonst hilft das altbewährte Lesen ja auch dabei, jede Krise zu überstehen. Unser TBR/SUB wird es uns auf jeden Fall dankbar sein.

    Alles Liebe, Anna

    Gefällt 1 Person

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