Codename: Heartless Bitch

Nach langer Vorbereitungszeit ist es uns nun gelungen, einen unserer längsten Klienten und einen langjährigen Freund von mir persönlich erfolgreich zu retten. Bereits Jahre vor dem eigentlichen Tag konnten wir ihn immer wieder mit der Rufbildung und Verbreitung von besonders fiesen Gerüchten (ich bin immer noch ein großer Fan von der Verwendung des Klassikers Er verschlingt die Herzen junger Mädchen!) hilfreich zur Seite stehen. Sein recht verdorbener Charakter und seine ziemlich herzlose (Wink, Wink!) Art mit Frauen umzugehen, kam uns dabei stets entgegen und wir mussten an vielerlei Stellen nur wenige Maßnahmen vornehmen zum Imageaufbau, um jegliche potentiellen Ärgernisse von ihm fernzuhalten. Ein paar Tiefpunkte konnten mittels finanzieller Unterstützung oft behoben werden. Leider mussten wir regelmäßige Zahlungen zügig unterbinden, als wir feststellten, dass sein Umgang mit jedweden Geldmitteln sehr fragwürdig war und ihm eher zu schaden schienen, als ihm zu helfen.

Eine Resozialisierung wurde von zwei verschiedenen Welten aus zu geleitet, was das gesamte Projekt als eine willkommene Herausforderung an die P.V.O. stellte. Letztlich konzentrierten wir uns jedoch vor allem auf seine Resozialisierung im Land Ingary und stellten ihm daher nach Klärung des Sachverhaltes zuallererst eine Reinigunskraft zur Seite, die nach Angaben unserer Field Agents auch dringend benötigt wurde. Legte er nach wie vor allen gegenüber sein äußerst dramatisches und böswilliges Verhalten an den Tag, konnte nach kurzer Zeit beinahe schon von einer Zähmung mittels unserer freien Mitarbeiterin Sophie Hatter gesprochen werden.

Auch nach einigen Kontrollbesuchen nach erfolgreicher Zusammenführung von besagtem Klienten mit einem lebenswichtigen Organ, konnten unser Sachbearbeiter zwar geringe Hürden und Probleme vermerken (vor allem in der Erziehung des eigenen Kindes erwies sich Codename: Heartless Bitch immer recht eigenwillig und lief vor jedweden Problemen gerne weg, auch wenn dies bedeutete sich selbst in ein Kind zu verwandeln), alles in allem waren sowohl die klinischen Eingriffe als auch die anschließende Resozialisierung aber als voller Erfolg zu verbuchen.

Weitere Tests wie ein erneutes Durcheinanderbringen seiner Schönheitsprodukte oder dem Zerschneiden seiner Lieblingsanzüge werden ans Licht bringen, ob wir ihn in Zukunft sich selbst überlassen können oder ob eine weitere Förderung von unserer Seite notwendig bleibt.

Mit freundlichen Grüßen,

Anna K.
Erste Vorsitzende und  Mitbegründerin der Pro-Villain-Organisation


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