Angelesen … Vortex. Der Tag, an dem die Welt zerriss

30efd3c5-1231-4c33-a708-837c6765d2ba

Autorin:
Anna Benning

Gelesen bis:
Seite 76

Darum geht’s:
Vortexströme, mit denen man von Ort zu Ort springen kann. Anomalien, die die Welt, die wir kennen, neu definieren. Ein junges Mädchen, dass irgendwie alles retten muss (nehme ich zumindest an).

Meine Meinung:
Vortex gehört für mich zu den Highlights der aktuellen Fischer-Vorschau. Das Cover sieht großartig aus und das Thema klingt cool … ihr kennt mich, einer guten Dystopie kann ich nicht widerstehen. Die Handlung beginnt in einer Akademie, in der die Hauptfigur Elaine mit anderen Jugendlichen zur Vortexspringerin ausgebildet wird. Das große Vortexrennen steht an, bei dem sich entscheidet, welche Anwärter einen der zehn Plätze ergattern werden und die prestigeträchtigen Positionen besetzen dürfen.

Das Buch ist in Ich-Perspektive geschrieben und somit sind wir ganz nah an der Handlung und Elaine. Vom ersten Kapitel an, nimmt die Handlung Fahrt auf, doch zieht sich vor allem das erste Kapitel ein wenig, da die Autorin die Spannung immer wieder mit Erläuterungen unterbricht. Für mich persönlich hätte es gereicht, in den ersten Augenblicken erst einmal von der Spannung erfasst zu werden und alles andere kann man auch später im Laufe der Handlung erläutern. Die Beschreibungen der Vortexe und der Welt sind tatsächlich gut genug, dass man im ersten Moment auch ohne Hintergrundwissen auskommt und akzeptieren würde, dies erst später zu erfahren. So aber zeiht sich  die Handlung vor dem Rennen gefühlt ewig und nervte mich an manchen Stellen fast so sehr, dass ich das Buch wieder aus der Hand gelegt hätte. Zumindest beobachtete ich mich mehrfach dabei, wie ich immer wieder zum Handy griff, um mich abzulenken – was generell kein gutes Zeichen ist.

Sobald das Rennen jedoch beginnt, wird die Spannung auch nicht mehr unterbrochen und ich war voll dabei. Währenddessen webte die Autorin gekonnt die ersten Konflikte der folgenden Handlung des Buches ein und ließ die Fassade ihrer Gesellschaft dezent bröckeln.  Kurz vor Ende des Rennens entdeckt Elaine eine Anomalie, die sie nicht so recht erklären kann und die gleichzeitig so interessant ist, dass ich als Leserin nun vollends angefixt war, dieses Buch weiterlesen zu wollen. Das ist auch der Grund, warum ich nicht bei Seite fünfzig das Buch zur Seite gelegt und zum Nächsten gegriffen habe.

Bleibt nun also die Frage der Fragen: Würde ich euch dieses Buch empfehlen? Ja. Das Buch ist spannend und es lohnt sich, sich durch Kapitel eins zu quälen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer erste Kapitel zu schreiben sind und wie sehr man der Versuchung erliegt, so viele Informationen wie möglich hineinzupacken, weil man den Lesern so schnell wie möglich alles geben will, damit sie der Handlung folgen können. Ich finde diesen Balanceakt bei Vortex nicht ganz gelungen, allerdings handelt es sich hier mal wieder um Meckern auf hohem Niveau. Da ich selbst gerade mit meinem ersten Kapitel kämpfe, achte ich auf so etwas zur Zeit einfach nur besonders.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und kann es kaum erwarten, selbst die Geschichte weiter zu entdecken.


Ein Gedanke zu “Angelesen … Vortex. Der Tag, an dem die Welt zerriss

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s