Liebe Schwester

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Autorin:
Alison McGhee

Illustrator:
Joe Bluhm

Darum geht’s:
Ein Bruder, eine nervige kleine Schwester, ein Vorlesebuch und viele Briefe.

Meine Meinung:
Ich war mal wieder in der Buchhandlung. Es war Wochenende, ich zufällig in der Nähe,  hatte Zeit … naja, das Übliche eben. Und in der Auslage stand nun dieses Buch. Ich kannte es bereits aus der Vorschau, wusste ungefähr, um was es ging und dass ich auf jeden Fall hineinschauen wollte. Tja, das „nur mal kurz hineinschauen“ entwickelte sich zu einem „die ersten dreißig Seiten lesen“ und später zu „einmal zum Mitnehmen bitte“. Und da mein Bus erst vierzig Minuten später kam, nutzte ich die Wartezeit zum Weiterlesen.

Das Buch besteht aus Briefen eines Bruders an seine acht Jahre jüngere Schwester und vielen Illustrationen. Dabei sind die Briefe unterschiedlich gestaltet, mal Notizzettel, mal ein Einkaufsbon, je nachdem was gerade zum Briefinhalt passt. Die Handlung zieht sich über zehn Jahre und erzählt von der Beziehung dieser beiden Kinder in dieser Zeit. Viele von uns, die auch jüngere Geschwister haben, werden sich hier wiederfinden, ebenso wie wir die ein oder andere Situation aus unserem eigenen Geschwisterleben wieder erkennen.

Ein Vielleser hat das Buch tatsächlich in vierzig Minuten locker durchgelesen. Der Text ist einfach gehalten, sodass junge Leser (ich würde es ab acht Jahren empfehlen) der Handlung ohne Probleme folgen können. Die Länge der Geschichte ist optimal, sie wirkt nicht zu lang oder kurz oder gedrängt. Dabei tauchen immer mal wieder die gleichen Elemente auf (wie beispielsweise Halbjahreszeugnisse oder ein ganz bestimmtes Vorlesebuch), die sich für die Leser zu Running-Gags entwickeln. Am Ende wird das Buch sogar fast ein wenig emotional und entlockt seinen Lesern ein paar Tränen.

Ich hätte tatsächlich nicht erwartet, dass das Buch so schön ist. Die tollen Illustrationen sind eine harmonische Ergänzung und geben der Handlung noch mehr Tiefe, wirken dabei aber an keiner Stelle störend oder übertrieben. Ich mag das Buch sehr und werde es wahrscheinlich noch mindestens ein- oder zweimal lesen müssen. Auf jeden Fall empfehle ich dieses besondere Kleinod, das dieses Frühjahr im Knesebeck Verlag erschienen ist, jedem, der ebenfalls Geschwister hat. Egal ob älter oder jünger, Bruder oder Schwester. Dieses Buch sollte jeder von uns zumindest einmal gelesen haben.


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