Abgebrochen: Prince Charming

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Autorin: 
Rachel Hawking

Inhalt:
Eine royale Hochzeit, eine genervte kleine Schwester, sehr viele attraktive Adlige und ganz viel Chaos.

Meine Meinung:
Eigentlich habe ich mir vorgenommen, nur beendete Bücher auf meinem Blog zu rezensieren. Und eigentlich habe ich mich auf dieses Buch echt gefreut. Eigentlich dachte ich auch, dieses Buch wäre eine schöne kleine Ablenkung; ein YA-Liebesroman, der sich schnell lesen und mich ein wenig träumen lässt. Und dann begann ich zu lesen und vorbei war es mit meinem guten Vorsatz und den Hoffnungen an dieses Buch.

Prince Charming war ein reiner Coverkauf, denn dieses Cover ist einfach so schön. Und eigentlich mag ich auch die Grundidee (jaja, ist klischeehaft, aber Cinderella-Stories sind nun mal meine Guilty-Pleasures), weswegen ich mich wirklich über diesen modernen Twist des Buches gefreut habe.
Das Buch handelt von der sechzehnjährigen, amerikanischen Daisy, deren Schwester  mit dem schottischen Kronprinzen verlobt ist (Harry und Meghan lassen grüßen). Daisy ist nicht gerade begeistert davon, denn plötzlich ist die Klatschpresse auch an ihr interessiert und um größeren Schaden zu vermeiden, wird sie kurzerhand nach Schottland verfrachtet und soll dort die Saison mitmachen (allerlei royale Feste und Teepartys). Mit von der Partie sind die Royal Wreckers – die sehr attraktive, royale Anhängerschaft des jüngeren und ebenso attraktiven Bruders des Prinzen. Lästern Daisy und ihre beste Freundin im ersten Kapitel noch über diese verzogenen Jungs, setzt bei Daisy natürlich das Denken aus, sobald sie zum ersten Mal vor ihnen steht. Bald befindet sich Daisy inmitten einer Dreiecksbeziehung und hat die Wahl zwischen dem hoffnungslosen Bad-Boy-Prinzen und dessen besten Kumpel, der mit den Vorzügen und Eigenschaften eines Fitzwilliam Darcys ausgestattet wurde.

Fünfzehn Kapitel lang habe ich mich durch dieses Buch geschleppt (insgesamt sind es 35 Kapitel), fünfzehn Kapitel in denen ich gehofft habe, dass es irgendwann besser wird. Aber leider Fehlanzeige. Die Autorin wartet mit jedem YA-Romance-Klischee auf, dass man hofft, nicht ertragen zu müssen. Von britisch-amerikanischen Vorurteilen über betrunkene Bad Boys, die einem auf die Pelle rücken, von vorurteilsbefangenen Junggesellen über Mädchengehirne, deren Vorsätze beim Anblick eines attraktiven Jungen alle Funktionen runterfahren und vor sich hin sabbern.

Der Funke am Pulverfass und damit der Moment, bei dem ich das Buch endgültig aus der Hand gelegt habe, war, als Daisy sich bei einem Pferderennen absolut daneben benimmt und den Jankie heraushängen lässt. Muss man sich daneben benehmen und den unhöflichen Amerikaner geben? Kann man nicht über den Dingen stehen? Aber nein, dass würde ja nicht genügend Drama erzeugen und Konflikte für die Handlung hergeben. Und natürlich musste genau die Person, die Daisy anpöbelt, auch noch die Tante des Thronfolgers sein … urgh. Ich ertrage ja viele Klischees (vor allem in diesem Genre), aber auch ich habe meine Toleranzgrenze und diese hat das Buch mit dieser Szene überschritten.

Ich weiß, viele finden dieses Buch supertoll und loben es in den höchsten Tönen in ihren Rezensionen und auf den Social Media Plattformen. Ich jedoch kann diese Begeisterung nicht teilen und bin noch immer so frustriert von Prince Charming, dass ich mich an diesen Beitrag setzen musste, um mir den Frust von der Seele zu schreiben und endlich damit abzuschließen.  Wenn ihr auf diese Klischees steht, ist dieses Buch eine nette Abwechslung. Wer jedoch Qualität sucht, dem rate ich, kein Geld für dieses Buch zu verschwenden.


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