Dry

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Autoren:
Neal und Jarrod Shusterman

Darum geht’s:
Plötzlich fließt kein Wasser mehr und von einer Sekunde auf die andere verändert sich das Leben aller.

Meine Meinung:
Temperaturen über dreißig Grad, die Hitze steht und lässt die Luft flimmern. Bei so einem Wetter will man nur eins: Etwas Kühles trinken und im Schatten liegen. Doch was, wenn plötzlich die Wasserversorgung versagt und kein Wasser mehr aus der Leitung kommt. Drei bis maximal vier Tage überleben wir bei diesen Temperaturen, drei bis vier Tage, in denen der eigene Moralkodex auf dem Prüfstand steht und jeder nur noch ans Überleben denkt. Genau darum geht im neuen Buch des Vater-Sohn-Gespanns.

Im Fokus stehen fünf Jugendliche, die wir Leser während der Handlung begleiten. Dabei wechselt immer wieder die Erzählperspektive, um die Motivationen hinter den Handlungen der einzelnen Personen klarer herauszustellen. Die Haupthandlung wird an mehreren Stellen von kleineren Zwischenepisoden einzelner Personen unterbrochen, die die Erlebnisse anderer Charaktere beschreiben. So bekommen wir Leser weitere Perspektiven geliefert, die das Ausmaß dieser Umweltkatastrophe unterstreichen.

Die beiden Autoren haben versucht, so viele verschiedene Persönlichkeiten wie möglich mit ihrer Figurenauswahl abzudecken, um die unterschiedlichen Reaktionen auf Katastrophen von Menschen zu illustrieren. Auf den Leser kann diese Methode ein wenig übertrieben oder auch überwältigend wirken, wer aber schon andere Bücher von Neal Shusterman gelesen hat, kennt diese Methode und ist diese gewöhnt.

Das Buch ist wirklich gut geschrieben und die Handlung immer wieder überraschend und unvorhersehbar. Bis zum Ende ist unklar, ob alle Protagonisten und deren Familien überleben. Somit hält sich die Spannung bis zur letzten Seite und es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Besonders faszinierte mich, wie schnell Menschen durchdrehen und wie unterschiedliche Persönlichkeitstypen auf Katastrophen reagieren. Psychologisch gesehen ist dieses Buch damit auf jeden Fall sehr empfehlenswert.

Dry ist eine absolute Empfehlung für den Sommer. Stellt euch aber am besten ein paar Wasserflaschen neben euch als Reserve, denn dieses Buch kann ganz schön durstig machen.


2 Gedanken zu “Dry

  1. Absolut 🙂 ich habe es tatsächlich vor ein paar Wochen gelesen, als wir die erste Hitzephase hatten. Das liest sich irgendwie nochmal ganz anders, wenn die „Stimmung“ fast gleich ist 😉
    LG

    Gefällt 1 Person

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