How Hard Can Love Be

img_0376

Autorin:
Holly Bourne

Darum geht’s:
Eine englische Teenagerin in einem amerikanischen Sommercamp, eine entfremdete Mutter, ein feministischer Club mit den allerbesten Freundinnen und die erste Liebe.

Meine Meinung:
How Hard Can Love Be ist der zweite Teil der Spinster-Club-Reihe von Holly Bourne, die ich aus unerfindlichen Gründen in der völlig falschen Reihenfolge gelesen habe. Die Reihe handelt von drei britischen Mädchen (Evie, Lottie und Amber), die neben dem ganz normalen Stress des Erwachsenwerdens beschließen, einen feministischen Club zu gründen. Jeder Teil der Reihe ist dabei einem der Mädchen und ihren eigenen Problemen gewidmet, weswegen sich die Bücher übrigens auch super anti-chronologisch lesen lassen. Aber natürlich bekommt man am meisten mit, wenn sie in der richtigen Reihenfolge gelesen werden (jedenfalls gehe ich davon aus). Übrigens auch witzig, selbst die deutschen Übersetzungen wurden anti-chronologisch veröffentlicht: Zuerst der erste und dritte Teil und jetzt vor kurzem folgte der Zweite – alle erschienen beim dtv Verlag.

Nachdem sich der erste Band mit Zwängen als Krankheit (Evie) beschäftigte und der Dritte mit einer offensiven Kampfansage an das Patriarchat im Alltag (Lottie), ist der zweite Teil etwas ruhiger. Amber verbringt den Sommer im Sommercamp bei ihrer Mutter, die sie vor ein paar Jahren verlassen hat. Beide stehen vor der Herausforderung, ihre kaputte Beziehung, zerstört durch die Alkoholkrankheit ihrer Mutter, irgendwie in den Griff zu bekommen, doch so sehr Amber auch kämpft, so wenig scheint es ihr zu gelingen oder ihre Mutter zu wollen. Gleichzeitig handelt ihre Geschichte von der Unsicherheit und dem Vertrauen in sich selbst. Mit all diesen Dingen versucht Amber in diesem Sommer Frieden zu schließen. Dabei erhält sie nicht nur Unterstützung von ihren zwei besten Freundinnen, sondern auch von neuen Freunden, die sie im Camp kennen lernt.

Natürlich kommen auch die feministischen Themen nicht zu kurz, denn auch wenn die Spinster-Club-Treffen in diesem Buch nur per Videochat stattfinden, so sind sie doch weiterhin fester Bestandteil der Reihe. Und diesmal werden amerikanische High School Klischees unter die Lupe genommen.

Die Liebesgeschichte fand ich in diesem Buch ein wenig klischeebelastet. In den anderen beiden Büchern wurde diese einfach besser umgesetzt. Doch vielleicht ist das auch einfach dem Teenageralter geschuldet, denn so sehr man auch versucht, sich nicht vom Verliebtsein tangieren zu lassen, die Gedanken lenken doch wieder dort hin. Dennoch hätte es für meinen Geschmack ein wenig dezenter sein können.

Ebenso wie die anderen beiden Bücher ist dieses lustig, Herz erwärmend und intelligent geschrieben und an manchen Stellen möchte man Amber einfach nur in den Arm nehmen, so sehr leidet man mit ihr mit. Jedem, dem die anderen beiden Bücher gefallen haben, kann ich es nur empfehlen. Es ist kein Buch, dass einem den Feminismus als Allheilmittel für die Welt aufdrückt, nichtsdestotrotz macht es auf die kleinen Missstände im Alltag aufmerksam.

Das Buch schneidet im Vergleich mit den anderen beiden Teilen nicht schlechter ab, auch wenn es bezogen auf die feministischen Themen reduzierter als die anderen ist. Mein Lieblingsbuch der Reihe, jetzt wo ich alle gelesen habe, ist und bleibt aber Lotties, What’s a Girl Gotta Do?.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s