eReader, eBooks & Co.

Seit letztem Dienstag bin ich nach langem Überlegen, Zögern und Hadern Besitzerin eines Kindles. Höchste Zeit also, dass ich mich hier endlich mal mit eReadern und eBooks auseinander setze.

img_0572Obwohl eBooks mittlerweile seit einigen Jahren Teil der Produktpalette des deutschen und internationalen Buchmarkts sind, waren sie für mich bisher kein attraktiver Ersatz für meine geliebten physischen Bücher. Meine Eltern lesen eBooks schon seit Jahren auf ihren iPads und füllen die Familienbibliothek mit ihren Büchern. Auch ich habe vereinzelt einige auf meinem iPad gelesen, doch bekomme ich schnell Kopfschmerzen vom hellen Bildschirm (trotz Anpassung der Helligkeit und der Seitenfarbe) und irgendwann schmerzen die Handgelenke vom Gewicht des Geräts, sodass ich nicht nur länger für ein Buch benötige, auch habe ich weniger Spaß am Lesen. Schön war allerdings, dass sich die Lesezeichen synchronisiert haben, sodass ich auch auf meinem iPhone weiterlesen konnte, wo ich zuvor am iPad aufgehört hatte.

Vor allem im Studium habe ich jedoch die eBooks zu schätzen gelernt, wenn es um Fachbücher ging. eBooks passen auf ein Gerät, sodass ich nicht mehrere schwere Wälzer durch die Gegend schleppen musste, und lassen sich nach Keywords schnell und einfach durchsuchen (außer es handelt sich natürlich um ein PDF). Auch kann man schnell und unkompliziert Notizen hinterlassen.
Im Anglistikstudium haben mir eBooks zusätzlich viel Geld erspart. Allein im 2. Semester musste ich mehr als 50 klassische Bücher anlesen und fast alle gab es kostenlos als eBook. Diese in der Universitätsbibliothek in die Hand zu bekommen, war Glückssache, denn schließlich interessierten sich über 300 Kommilitonen gleichzeitig für die gleichen Werke. Mein iPad im Studium war da eine echt gute Investition, die sich mehrfach ausgezahlte.

Für das freizeitliche Lesen bevorzuge ich noch immer physische Bücher, weil es irgendwie etwas befriedigendes hat, das Buch in der Hand zu halten, eine Seite umzublättern und zwischendurch an den Seiten zu riechen. Außerdem kann man das Buch danach ins Regal stellen und stolz betrachten. Denn neben dem Lesevergnügen dienen Bücher wirklich gut als dekorative Elemente zur Wohnungsgestaltung. Hinzu kommt auch , dass physische Bücher einfach fotogener sind als eBooks auf Insta.
Das Problem mit meinen physischen Büchern ist allerdings, dass so langsam der Platz in meinem Bücherregal ausgeht. Auch passt nicht immer jedes Buch in die Handtasche. Vorletzte Woche, als ich auf Schulung war, habe ich auch vergessen, mir ein zweites Buch einzupacken. Schon am zweiten von drei Tagen war ich mit dem Buch durch. Mir fehlte damit eine Lektüre auf der achtstündigen Heimfahrt mit dem Zug, und da das WLAN in der Deutschen Bahn auch nicht gerade zuverlässig ist, habe ich mich sehr gelangweilt.

Genau diese Zugfahrt ließ mich dann doch noch einmal über einen eReader nachdenken. Auf jeden Fall sollte es ein Tolino oder Kindle werden, da diese mit ihrem ePaper deutlich angenehmer für die Augen sind als mein iPad. Eigentlich tendierte ich mit meinem Buchhändlerherz zum Tolino, aber da eine meiner besten Freundinnen und deren Angehörige bisher nur schlechte Erfahrungen mit diesem eReader gemacht hatten, und der Kindle auch online mehr Zuspruch findet, entschied ich mich am Ende für die sicherere Wahl.

Am Anfang hatte ich ein wenig Probleme mit der Navigation am Kindle, weil viele Funktionen sich im Handling zum iPad unterscheiden, beispielsweise das Umblättern von Seiten. Doch nach ein paar Seiten (und ein paar Tipps meiner Mitbewohnerin) war ich schnell drin.
Mein erstes Fazit nach ein paar Tagen testen: Das Lesen ist angenehmer als auf dem iPad und das Gerät liegt nicht so schwer in der Hand. Mich nervt nur ein bisschen die gesamte Werbung auf dem Gerät (auch im Sperrzustand). Ich muss mal schauen, wie ich die loswerden kann – eine Lösung hierfür gibt es bestimmt. Vor allem aber der Kauf von neuen eBooks gestaltet sich sehr einfach und vor allem bei englischen Büchern ist oft der Unterschied zwischen physischem und digitalen Preis nicht unerheblich. Ein weiterer Vorteil ist natürlich, dass man das Buch sofort auf dem Gerät hat und mir demnächst mehr Platz im Koffer zur Verfügung steht, wenn ich wegfahre.

Ob ich Bücher, die mir gefallen haben, nun auch noch als physisches Buch erwerbe, um es ins Bücherregal zu stellen weiß ich noch nicht. So wie ich mich aber kenne, liegt das im Bereich des Möglichen. Wahrscheinlich werde ich aber auch die Bücher, auf die ich mich am meisten freue, weiterhin in physischer Form kaufen, während ich die anderen als eBook erstehe.

 

Und jetzt die Frage an euch: Habt ihr einen eReader? Lest ihr eBooks? Bevorzugt ihr physische oder elektronische Bücher? Ich freue mich auf eure Kommentare.

 

In der Hoffnung, dass diese Woche nicht ganz so heiß wird wie die Letzte (oder ihr einen kühlen Platz zum Entspannen findet), wünsche ich euch eine wundervolle Woche.

Alles Liebe,
Eure Reni


10 Gedanken zu “eReader, eBooks & Co.

  1. Nach einigen Umzügen mit Büchern bin ich darauf umgestiegen hauptsächlich Ebooks zu lesen. Ich lese sie meist auf dem Handy, da ich das immer dabei habe und jeder Zeit in unerwarteten Wartezeiten lesen kann. Seit ich einen Blaulichtfilter herunter geladen habe, ist das auch nicht mehr so grell und recht angenehm – unabhängig von der Sicherheit für die Augen.
    Ich liebe es meine physischen Bücher im Regal zu haben – aber für den Alltag nutze ich eher Ebooks.

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  2. Vor einer Woche hätte ich echt noch gedacht, wie kann ein eBook ein physisches Buch im Alltag ersetzen, aber jetzt denke ich so wie du. Ich liebe es, sie im Regal stehen zu haben und Bücher in der Hand zu halten beim Lesen ist immer noch schön und durch kein Gefühl der Welt zu ersetzen. Aber ich liebe auch meinen eReader und wie praktisch er ist. Und das Lesen darauf ist wirklich angenehm 🙂

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  3. Hallo Reni, solange es noch gedruckte Bücher gibt, werde ich dabei bleiben. Erstens finde ich sie (genauso wie du es auch beschreibst) sehr dekorativ. Deshalb achte ich auch darauf, dass ich möglichst optisch passende Ausgaben eines Autors/einer Reihe bekomme. Zweitens gibt es für mich aus Eigenschutz keinen Reader. Ich habe jetzt schon so viele Bücher, die darauf warten von mir gelesen zu werden und mit einem Reader werden es sicherlich schnell noch viel mehr werden. Da diese in nur wenigen Minuten mit einem geringen Klickaufwand zu bekommen sind und es eben sehr viele gratis gibt. Man muss halt den überblick behalten und sich klar werden: Schaffe ich das alles überhaupt in einem Leben zu lesen? LG

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  4. Pssst …. Sprich das ja nicht an. Natürlich hat man so die eigene Leseliste besser im Griff und kauft nicht nach nur einer Woche schon 15 Bücher, damit die Bibliothek erstmal voll ist und nicht sooo leer aussieht … lalalalalalala
    Außerdem ist so ein eReader ja auch total geldsparend, wenn man erst das billige eBook kauft und dann noch mal das physische Buch, weil der Buchrücken so gutim Regal aussehen würde. Nach einer Woche eReader-Erfahrung kann ich das voll unterschreiben 😉
    LG, die gemütlich in ihrer Blase lebende Reni

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  5. Ich habe über längere Zeit auf meinem iPad sehr gerne eBooks gelesen. Es ist einfach praktisch mitzunehmen und man kann auch mal auf dem Handy weiterlesen, wenn das iPad nicht mitkommt. Seit ich aber im letzten Sommer Bookstagram entdeckt habe, habe ich wieder öfters richtige Bücher gekauft. Es fühlt sich einfach gut an, sie aufzuschlagen und sie nach dem Lesen im Regal einordnen zu können.

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  6. Hi du,
    da hast du recht. Trotz eBook und der damit verbundenen Bequemlichkeit geht nichts über ein physisches Buch. Dieses Gefühl, ein echtes, gedrucktes Buch in der Hand zu halten und umzublättern, kann ein eBook nicht ersetzen.
    LG Reni

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  7. Ich bin Autor von E-Books und finde diesen technischen Weg sehr interessant. Habe selber ein Reader und bin voll zufrieden damit. Er ist praktisch und lässt sich überall mit hinnehmen. Außerdem spart man sich Platz im Bücherregal.

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