Buch oder Film? Was konsumiere ich denn nun zu erst???

Als Bücher- und Filmnerd hat man es nicht leicht. Viel zu viele Bücher und Filme (und Serien) schwirren da draußen rum, dass man sie im Leben niemals alle konsumieren kann. Und doch versuchen wir es … jeden einzelnen Tag.
Ich liebe Bücher über alles und ich liebe Filme. Und noch mehr liebe ich es, wenn meine Lieblingsbücher verfilmt werden und noch mehr Aufmerksamkeit bekommen. Und doch stehe ich bei jeder Buchverfilmung vor dem gleichen Dilemma: Was konsumiere ich denn nun zuerst? Buch oder Film? Film oder Buch?

Wenn ich das Buch zuerst lese:
In eigentlich fast allen Fällen bei Buchverfilmungen ist es ja so, dass das Buch als erstes veröffentlicht wird (sonst hießen sie ja nicht Buchverfilmung – später veröffentlichte Skripte des Films oder Buchadaptionen schließen wir hier einfach mal aus). Ich verliebe mich in die Geschichte allein dank der Worte, die Seite um Seite des Buchs füllen. Ich fiebere mit den Charakteren, weine und lache mit ihnen, nenne sie meine Freunde (oder verliebe mich Hals über Kopf über sie … wir reden einfach nicht über Levi). Ich fühle mich den gut geschriebenen Charakteren so nah, als würde ich sie mein Leben lang kennen, auch wenn ich kein Gesicht zu ihnen habe, sie nie berührte und nie umarmte. Es ist schon komisch, dass Wörter solche Macht haben.

Schaue ich dann zu einem dieser Bücher den Film, dann mag ich vielleicht die Umsetzung, doch eigentlich fallen mir nur all die kleinen und großen Fehler auf, die die Regisseure, Drehbuchautoren oder Casting-Direktoren bei der Umsetzung gemacht haben. Beispiel gefällig? Gerade haben ich Love, Simon gesehen, die Verfilmung von Becky Albertallis wunderschönem und einfühlsamen Buch Simon vs. The Homosapiens Agenda. Der Film ist gut gemacht, die Verfilmung hält sich relativ gut ans Buch (soweit es dabei eben möglich ist), doch alles worüber ich nachdenken kann, ist, dass Leah viel zu dünn ist. Versteht mich nicht falsch, Katherine Langford ist eine tolle Schauspielerin, aber Leah ist keine Size M. Was ist da schief gegangen beim Casting? Dachte man, das merkt schon keiner im Kino? Dachten die Casting-Directors, man kann keine junge Schauspielerin mit mehr Körperumfang besetzen, weil das die Optik zerstört oder aber falsch am Platz aussehen würde? Haben sie das Buch nicht richtig gelesen? Oder den Nachfolger, der sogar Leah auf dem Cover zeigt? Ich verstehe es nicht.

Love, Simon ist nicht das einzige Beispiel. Die Harry-Potter-Verfilmungen gehören auch dazu (allein schon all die Bad-Ass Sätze, die man Ginny oder all den anderen tollen Frauenfiguren in den Verfilmungen genommen hat, oder Figuren, die gestrichen wurden, Quidditchmatches, die wir nie auf der Leinwand zu sehen bekommen haben …), oder aber die Edelstein-Trilogie-Verfilmung (was die Drehbuchautoren hier fabriziert haben, verstehe ich bis heute nicht – mit den Büchern hat das zumindest nichts mehr zu tun). Es gibt noch so viele andere Beispiele, bei denen Kleinigkeiten oder größere Szenen für die Leinwand „angepasst“ wurden. Und genau diese Veränderungen sind dann oft die Dinge, die mir im Kopf herumschwirren, wenn ich den Film schaue. Dann denke ich nur „das war im Buch aber anders“. Ich kann mich nicht richtig konzentrieren und den Film genießen.
Natürlich gibt es Ausnahmen und während ich das gerade schreibe, versuche ich krampfhaft, an eine zu denken … wenn mir irgendwann eine einfällt, lass ich es euch wissen. Aber seien wir ehrlich. Es gibt einfach zu wenige/kaum eine Verfilmung, die das Buch nicht für den Film anpasst. Immer wird der Regisseur seine eigene Handschrift mit einfließen lassen wollen, statt uns die Geschichte so zu geben, wie wir sie lieben.

Wenn ich den Film zuerst sehe:
Den Film zuerst zu sehen, ist meine bevorzugte Art, Buchverfilmungen zu konsumieren. Ich kann mich auf den Film einlassen, ihn genießen und den Kopf ausschalten. Ich habe keine Vergleiche zum Buch und kann mich ganz auf die Handlung und Figuren einlassen. Und bei Filmen, deren Story ich noch nicht gehen lassen will, freue ich mich umso mehr, wenn im Abspann die Zeile „based on a book by“ erscheint. Dann dauert es nicht lang, bis ich auf der Webseite des Buchladens meines Vertrauens oder in einer dieser ominösen und ruchlosen Buchhandlungen bin und mir das dazugehörige Buch kaufe.

Faszinierender Weise stört es mich nicht, das Buch nach dem Film zu lesen und all seine Tiefen zu ergründen. Mich regt es nicht auf, wenn es vom Film abweicht (schließlich ist die Idee des Autors die Erste gewesen). Das ist eben so bei Büchern; die haben einfach mehr Möglichkeiten und Zeit zur Verfügung für die Geschichten. Tatsächlich habe ich in diesem Fall auch weniger Probleme, mir danach noch einmal den Film anzuschauen. Ich vergleiche weniger, lasse mich nicht so sehr von Veränderungen und Anpassungen tangieren. Ich kann euch nicht erklären, warum das so ist. Bis heute kenne ich nicht die Antwort, habe nur eine Theorie. Vielleicht liegt es daran, dass irgendwo in meinem Unterbewusstsein abgespeichert wurde, dass der Film meine erste Liebe war und mich zum Buch geführt hat. Wie kann ich dem Film dann kritisch gegenüber stehen? Er war derjenige, der mich verführt hat. Dank ihm, entdeckte ich das Buch.

Auch hier gibt es Ausnahmen (und sogar welche, die mir einfallen). Vor ein paar Jahren haben mich Freundinnen dazu gedrängt, Wie ein einziger Tag zu schauen. Der Film löste bei mir eine einjährige Nicholas-Sparks-Phase aus (jaja … nicht mein stolzester Moment) und irgendwann stolperte ich auch über Notebook, das Buch zum Film. Und ich war enttäuscht. Aus Erfahrung erwartete ich einfach, dass das Buch besser als der Film sein würde, mich in Atem halten und noch mehr zum Heulen bringen würde. Doch ich fand das Buch nicht gut. Es war zu unterschiedlich zum Film, meine Erwartungen waren zu hoch. Ähnlich wie wenn ich das Buch vor dem Film geschaut hätte, fielen mir nur die Momente auf, die einfach nicht vorhanden waren. Ich konnte das Buch nicht vom Film trennen und hatte aus diesem Grund keinen Spass beim Lesen.

Ebenso ging es mir ein paar Jahre später mit Stardust von Neil Gaiman. Der Sternenwanderer ist einer meiner liebsten Filme und irgendwie habe ich viel zu lange gebraucht um zu checken, dass der Film auf einem Buch basiert (dont’t ask). Doch auch hier unterscheiden sich Buch und Film sehr. Zum Glück jedoch sind die Unterschiede so groß, dass es mir beim Lesen irgendwann gelang, beide Versionen als unterschiedliche Geschichten zu betrachten. Andernfalls hätte ich noch mehr über das Fehlen der Piratenszenen aufgeregt.

Für mich bleibt die Film-zuerst-Methode aber auf jeden Fall die Bevorzugte. Bei ihr kann ich wenigstens den Film genießen, auch wenn ich dann beim Buch schon weiß, was passieren wird. Aber das ist okay … mit dieser Art von Spoilern komme ich klar. Die andere Methode birgt für mich einfach zu viel Risiko. Außerdem will keiner meiner Freunde mehr mit mir in diese Filme gehen, weil sie einfach wissen, dass ich die Klappe nicht halten kann und mich im Nachhinein stundenlang aufrege. Das tun sie sich freiwillig nicht mehr an.

 

Wie ist das bei euch? Welche Methode bevorzugt ihr? Was ist eurer Meinung nach die schlechteste Buchverfilmung? Und kennt ihr eine Verfilmung, die sich treu an ihre Buchvorlage hält? Lasst es mich wissen.

 

Ich wünsche euch wie immer eine schöne Woche!

Alles Liebe,
eure Reni

 

Werbeanzeigen

12 Gedanken zu “Buch oder Film? Was konsumiere ich denn nun zu erst???

  1. Hi
    Ich finde deine Gedanken sehr interessant. Ich bin eindeutig „Buch vor Film“. Es kommt nicht selten vor, dass ich einen coolen Trailer sehe und dann unbedingt zuerst das Buch lesen muss, bevor ich den Film sehe.
    Du hast Recht: Oft kommen die Filme nicht an das Buch heran. Ich versuche sie aber unabhängig voneinander zu betrachten. Es passt halt niemals alles in einen Film. Und wie du schon gesagt hast, lässt jeder Regisseur seine Handschrift zurück. So klappt das dann meist ganz gut für mich.
    Das Einzige, was mich manchmal wirklich stört, ist wenn meine Illusionen über das Aussehen einer Figur zerstört werden durch die Filmadaption. Aber damit finde ich mich dann meist auch ab 🙂
    Vielleicht versuche ich mich beim nächsten Mal an der Methode „Film vor Buch“.

    Gefällt 1 Person

  2. Huhu!

    Knifflige Angelegenheit. Ich schaue mir Buchverfilmungen von den Büchern, die ich gelesen habe, mittlerweile gar nicht mehr gerne an, weil ich fast immer enttäuscht bin. Ich kann aber auch nicht zuerst den Film schauen, weil es mir meine ganze Fantasie raubt.
    Harry Potter zum Beispiel. Die Verfilmungen sind ja ganz nett, wobei einfach viel zu viel ausgelassen wurde, als dass jemand, der die Bücher nicht kennt, die Geschichte komplett verstehen könnte. Trotzdem habe ich die Filme schon mehrmals gesehen und als ich wieder mal zum Buch griff, hatte ich nicht mehr mein eigentliches Bild von Hermine oder Snape im Kopf, sondern eine süße Emma Watson und einen fiesen Alan Rickman. Und das finde ich irgendwie schade.
    An After Passion traue ich mich zum Beispiel auch echt nicht ran, weil der Schauspieler sowas von gar nicht wie ein Hardin Scott aussieht! Stell dir vor, ich greife später nochmal zu den Büchern und hab dann ständig so einen Bubi im Kopf… Das wäre ja furchtbar! xD
    Du siehst, ich leide mit dir.

    LG Lisa

    Gefällt 1 Person

  3. Hallo Lisa,
    stimmt, dass kommt immer noch dazu, dass man plötzlich den Schauspieler auch noch im Kopf hat. Mir ging es besonders so nach der Verfilmung des Goldenen Kompass von Philip Pullman. Ich liebe die Bücher und der Film hat mich zu ihnen verführt, aber immer wenn ich an Mrs Coulter denke, sehr ich eine blonde Nicole Kidman in meinem Kopf, statt einer schwarzhaarigen, kalten, leidenschaftlichen Frau, wie sie im Buch beschrieben wird. Das nervt schon.
    LG Reni

    Gefällt 1 Person

  4. Hi,
    Der Sternwanderer ist ein Buch?! Das wusste ich gar nicht, aber ich fand den Film damals einfach nur super und könnte ihn immer wieder anschauen. Ich selbst versuche meist das Buch zuerst zu lesen, das gelingt aber nicht immer. Zu manchen Büchern will ich den Film auch nicht sehen, ebenso will ich nicht zu allen Filmen das Buch lesen, aber das ist ja ok so.

    Liebe Grüße,
    Jessi

    Gefällt 1 Person

  5. Hallo, meistens kommt erst der Film. Wenn ich einen sehr gut finde hole ich mir dann das Buch und wenn ich Glück habe bekomme ich dadurch mehr Hintergrundwissen zur Story und den Figuren. Oder in anderen Fällen eine ganz andere Geschichte zu lesen, da außer dem Titel und die Namen der Protagonisten nichts übereinstimmt 🙂 LG

    Gefällt 1 Person

  6. Liebe Reni,
    was für ein cooler Beitrag! Da habe ich mich in so vielen deiner Worte wieder gefunden 😀 Bei der Version „Buch –>Film“ geht es mir auch so, dass ich oft denke „Das war so aber nicht! Das ist jetzt ganz anders! Hilfe!“ und das ist nicht gerade hilfreich, um den Film zu genießen. Gleichzeitig kommt es da aber auch auf meine Einstellung an. Wenn ich das Buch nicht so mochte oder nur okay fand, stehe ich den Buchverfilmungen viel offener entgegen und bin richtig vorfreudig, weil es im Prinzip nur besser werden kann (Shadowhunters und Das Lied der Krähen) und wenn ich weiß, dass die Verfilmung eh nicht an das Buch heran kommen kann, dann bin ich auch entspannter. (Die Buddenbrooks) Gleichzeitig habe ich Verfilmungen gesehen, wo ich mir dachte „Warum wurde das überhaupt verfilmt?“ (bei „84 Charing Cross Road“) und es gibt Filme, bei denen ich die Kritik bewusst ausblende 😀 Das passiert manchmal bei Version 2 Film –> Buch. So ging es mir bei Percy Jackson. Ich fand den Film super! Und dann kam die Kritik der ganzen Leser und ich dachte mir „Oh je, macht mir nicht meinen Film kaputt!“ Nachdem ich dann selbst die Bücher gelesen habe, war klar, was an der Kritik dran war. Und trotzdem, wenn mich heute jemand fragt, ob ich den Percy Jackson Film mag, sage ich Ja. Es ist keine gute Buchverfilmung, aber ein guter Film, finde ich.
    Und zu guter Letzt schaffe ich es manchmal auch, Buch und Film als absolut getrennte Medien zu sehen und beides für sich zu genießen, wie damals bei den wilden Hühnern und natürlich bei Harry Potter, wo ich Film und Buch für sich liebe, vergleichen würde nicht helfen. Bei dem Hobbit fand ich sogar tatsächlich den Film besser als das Buch 😀
    Vielen lieben Dank auch für den Epic Glühbirnen-Moment, weil Sternenwanderer auf dem Buch Stardust basiert. Du hast mich nach 12 Jahren Unwissenheit erlöst 😀
    Liebe Grüße
    Yvonne 🙂

    Gefällt 1 Person

  7. Hi Yvonne,
    Danke für dein langes Kommentar 💛.
    Ich glaube, wenn man ein Buch echt mochte und dann den Film sieht, verteidigt man das Buch innerlich einfach automatisch. Man kann nicht anders, denn schließlich hat man sich zuerst in die Geschichte des Autors verliebt. Und ja, ich kann auch nachvollziehen, das man entspannter an eine Verfilmung heran geht, wenn das Buch nur so semi-gut war.
    Andersherum stimme ich dir auch zu. Bei Percy Jackson geht es mit ebenso wie dir, gleiches gilt auch für die Plötzlich Prinzessin Filme (wobei selbst Mia sich in den Büchern über die Filme lustig macht). Nur bei Harry Potter kann ich nicht mehr abschalten und beobachte, wie weniger ich die Filme mag, desto öfter ich die Bücher lese.
    Gern geschehen btw bezüglich Sternenwanderer. Bei mir waren es auch viel zu viele Jahre, in denen ich nicht gecheckt habe, dass es sich hierbei um eine Buchverfilmung handelte. Andererseits bräuchte ich auch drei Staffeln Lucifer, bevor ich in der letzten Folge checkte, dass die Handlung ebenfalls auf einem Werk von Gaiman basierte … ich raffte es erst, als ich Gaimans Stimme hörte, der die letzte Folge sprach 🙈
    LG und ein schönes Wochenende dir, Reni

    Gefällt 1 Person

  8. Das glaube ich auch! Das ist ein Stück vom Herzen, das beschützt werden muss 🙂 Oh ja stimmt, die Plötzlich Prinzessin Bücher habe ich noch gar nicht gelesen! Manchmal reicht mir aber auch der Film und ich muss das Buch nicht unbedingt mehr lesen. Haha, diese Glühbirnen Momente sind einfach genial! Das ist echt super 😀 Wünsche dir auch ein ganz schönes Wochenende! 🙂

    Gefällt 1 Person

  9. Interessanter Beitrag. Ich schaue mittlerweile mehrheitlich zuerst den Film und lese dann das dazugehörige Buch, was aber dem Fakt geschuldet ist, dass ich nicht mehr so viel Zeit zum lesen habe und es deshalb gar nicht schaffe, alle Bücher zu lesen bevor die Filme anlaufen – gerade aktuell wo Buchverfilmungen so im Trend sind. Finde das aber auch gar nicht so schlimm, weil man dann unvoreingenommen an einen Film herangehen kann, man hat ja nichts mit dem man es vergleichen muss, sieht nicht wenn Szenen fehlen oder was geändert wurde und kann sich so komplett der Verfilmung widmen. Fuktioniert für mich auch super und wenn ein Film mir dann gut gefällt, dann dauert es auch nicht so lange, bis ich mir die Bücher dazu kaufe. Die dann zu lesen empfinde ich auch gar nicht als langweilig. Bei mir war das beispielsweise so bei Die Tribute von Panem, wo ich zuerst den ersten Film gesehen habe und dann die Buchreihe angefangen habe. Obwohl ich Teil 1 schon kannte, konnte ich das Buch gar nicht aus der Hand legen. Übrigens fand ich da auch die filmische Umsetzung des zweiten Teils sehr gelungen, obwohl ich da dann das Buch vor dem Film gelesen habe, nur Teil 3 hatte das von dir genannte Problem – was aber auch in großen Teilen der Teilung gesuldet war und das man vor allem die Storyline von Finnick so dramatsich gekürzt und so viele wichtige Momente weggelassen hat.

    Ich versuche zwar Film und Bücher mittlerweile als zwei getrennte Medien zu beachten und kann somit auch damit leben, wenn unwichtige Dinge weggelassen werden, einfach weil es nicht funktioniert einen dicken Wälzer in einen zweistündigen Film zu quetschen, aber es ärgert mich dann, wenn man Szenen weggelässt die elementar wichtig für den Verlauf der Handlung bzw. auch für das Verständnis sind. Das merke ich dann auch schnell, wenn ich das Buch kenne und hänge mich daran dann auch auf und kann den Film nicht mehr genießen. Bei Schauspielern bin ich sehr gelassen und kann es nicht nachvollziehen, wenn man sich daran aufhängt, dass ne Figur nicht kompeltt der Beschreibung im Buch entspricht – ich bin der Meinung es bringt nichts, wenn Schauspieler dem zwar 1-zu-1 entsprechen, aber nicht das nötige Talent mitbringen. Dann lieber etwas abweichen, aber jemanden haben, der das schauspielerisch rüberbringt.

    Was gute Buchverfilmungen anbelangt, wo ich sogar die Bücher davor kannte sind bei mir „Harry Potter“, denn ich mochte die Umsetzung in der Tat (auch wenn ich finde, dass Ginnys Charakter stark darunter gelitten hat. Sie mochte im Buch auch), trotzdem hat man uns tolle Filme beschwert, die ich schon unzählige Male gesehen habe. Beeindruckt hat mich auch „Gone Girl“, da trifft man den Ton von Gllian Flynns Buch auch perfekt, hat sogar zwei Hauptdarsteller die der Beschreibung perfekt entsprechen. Weiterhin finde ich „Outlander“ super umgesetzt, da hält man sich auch stark an die Bücher und hat auch zwei Hauptdarsteller die für mich aber sowas von Claire und Jamie sind :D. Abseits davon habe ich sogar Verfilmungen, die ich besser finde als die Bücher: Beispielsweise „Twilight“, was aber nicht schwer ist, weil ich die Bücher bei Band 2 abgebrochen habe, „Die Bestimmung (der zweite Film), denn der letzte war echt grauenvoll und viel zu weit weg vom Buch, „Vampire Diaries“ (einfach weil die Figuren sympatischer sind und man etwas mehr aus der Handlung rausholt), „Pretty Little Liars“ (auch hier ist die Serie etwas reifer, als das Buch) und „Gossip Girl“ (ebenfalls: Die Charaktere sind sympatischer, allen voran Nate, der im Buch halt nur am kiffen ist. zum Glück ist das in der Serie nicht der Fall, dafür danke ich den Produzenten bis heute :D). Lustigerweise fällt mir bei der Aufzählung immer auf, dass es vor allem Serien sind, die mir oft besser als ihre Buchvorlagen gefallen und das es auch diejenigen sind, die mit ihren Vorlagen nur die Grundprämisse gemein haben. Dadurch kann ich das dann wsl auch einfacher als zwei getrennte Medien betrachten.

    Bei nicht gelungenen Buchverfilmungen kann ich aber auch einige anführen, besonders schlimm finde ich da „PS ich Liebe Dich“, da hat man so viel abgeändert was nicht hätte sein müssen. Das Buch hat mich damals extrem zum weinen gebracht, der Film überhaupt nicht. Ich war da dann eher sauer beim Anschauen :D.

    Gefällt 1 Person

  10. Hi Nicole,
    danke für dein Kommentar. Wow, ja, die Verfilmung von Bestimmung war wirklich nicht gut und P.S. Ich liebe dich? Die auf jeden Fall auch.

    Den Trend, Bücher in Serien umzusetzen, finde ich großartig und hoffe noch immer, dass irgendwann Harry Potter als Serie kommen wird. In Serien kann man einfach so viel mehr einbringen und es gibt so viele Gute, die mich danach auch wieder nach den Büchern haben greifen lassen, beispielsweise Series of Unfortunate Events oder aber, nachdem ich gestern Nacht Good Omens durchgebingt habe, Neil Gaimans Buch. Voraussetzung ist glaub ich einfach immer, dass hinter der Produktion begeisterte Fans des Buches sitzen, statt nur am Erfolg interessierte Menschen, die vom Hype des Buches profitieren wollen (das Gefühl hatte ich bei der Bestimmung und Twilight sehr stark).

    Ich wünsche dir ein sonniges Wochenende,
    LG Reni

    Gefällt mir

  11. Ich habe zu dem Thema selbst einmal einen Beitrag verfasst und ich finde es interessant zu sehen, welche Gedanken du dazu hast. Ich kann verstehen, dass du es angenehmer findest, erst den Film und dann das Buch zu lesen, dann kann man sich besser auf dem Film konzentrieren und beim Lesen stören mich die Änderungen dann auch nicht mehr. Wobei ich sagen muss, dass ich beim zweiten Mal schauen dann den Film doch häufiger schlechter finde, zumindest war es bei Love, Rosie der Fall. Der Marsianer hingegen ist ein großartiger Film, den ich nach dem Lesen immer noch geliebt habe.

    Passend zu deiner Bemerkung zu Harry Potter und den Quiditschspielen befinde ich mich zurzeit im dritten Teil beim Hörbuch an der Stelle von dem Finale und ach hätte ich das gerne gesehen, so spannend und gleichzeitig durch die Kommentar von dem Kumpel der Weasly Zwillinge so witzig. Na ja und über die Buch und Filmginni will ich gar nicht erst anfangen, sonst artet das jetzt aus.

    Beim zweiten Film von Divergent habe ich, nachdem sie einfach mal meinen Lieblingscharakter aus dem Buch nach einem Satz umgebracht haben, wütend den Fernseher ausgeschaltet. Nach der miserablen Rubinrot Verfilmung habe ich mir den zweiten Teil auch nicht mehr angesehen.

    Einer der schönsten Verfilmungen aus den letzten Jahren ist für mich Call me by your name, hier wurde einfach behutsam die Vorlage angegangen, die Atmosphäre angefangen und das veränderte Schluss für die Leinwand war perfekt und ich saß heulend dar.

    Es gibt auch wenige Schätze unter den Buchverfilmungen, wobei ich das Gefühl habe, dass Jugendbücher überdurchschnittlich versaut werden.

    Alles Liebe

    Nadine

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s