Noch 350 Tage bis zur Leipziger Buchmesse oder nach der LBM ist vor der LBM

Die Leipziger Buchmesse 2019 ist vorbei und ich weiß nicht, ob ich glücklich bin oder traurig – eher eine Mischung aus beidem. Traurig, weil die Messe vorbei ist und ich wieder 350 Tage warten muss, bis sie erneut statt findet; glücklich, weil sie endlich vorbei ist und meine schmerzenden Füße sich endlich eine Pause verdient haben.

Dieses Jahr war meine zehnte Buchmesse. 2007 schleppten mich Klassenkameradinnen mit auf die Messe und ich verliebte mich Hals über Kopf. Die Mathegenies unter Euch werden bestimmt gerade im Kopf nachgerechnet haben und nun sagen, aber Reni, das war ja doch schon vor 12 Jahren … ja, auch wenn ich nicht dafür bekannt bin, eine Leuchte in Mathe zu sein, das stimmt. Doch habe ich während der Lehre zwei Messen ausgesetzt, weil ich in meiner schlimmsten Depressionsphase keine Energie hatte. Deswegen war nun diese Messe, 12 Jahre nach meinem ersten Besuch, erst meine zehnte Leipziger Buchmesse.
Viel hat sich seitdem verändert, vor allem in Halle zwei, die diejenige Halle ist, in der ich 90 Prozent meiner Messezeit verbringe. Die Leseinsel Fantasy entwickelte sich von einer kleinen, intimen Bühne zu zwei großen, offenen Bühnen, Werkzeugs betreut das Fantasy-Programm nicht mehr sowie auch nicht den Verkauf der Phantastik-Bücher und  die Autoren, und der Manga-/Comic-Bereich befindet sich seit nun sechs Jahren in Halle eins. Ein wenig wehmütig denke ich noch an die alte Deko der Leseinsel Fantasy zurück, mit den Drachenbannern und den schwarzen Wänden, haben sie doch die Bühne atmosphärischer und gemütlicher wirken lassen, als das grelle Rot. Natürlich bieten die zwei neuen Bühnen viel mehr Platz und Sitzmöglichkeiten, doch ich vermisse manchmal die intime Ausstattung der alten Leseinsel, auf der man den Autoren einfach näher war.

Nun ja … genug aber jetzt vom Nostalgiegeschwärme. Wie Ihr wisst, war ich dieses Jahr mal wieder als Aussteller auf der Messe (zum letzten Mal 2017 mit dem Verlag Schwarze Ritter), nachdem ich letztes Jahr Teil des Messeteams gewesen bin und 2015 und 2016 Forenbetreuer auf der Leseinsel Fantasy (Ihr seht, meine Liebe zu diesem Forum folgt einem Muster). Daran, wie es ist, als Besucher die Messe zu erleben, kann ich mich gar nicht mehr erinnern, muss ich ehrlich gestehen.
Da nur wenig an unserem Stand los war (wir hatten einen relativ abseits gelegenen Stehplatz), konnten meine Kollegin und ich uns abwechseln mit der Standwache und die Buchmesse entdecken. Gemeinsam mit Anna oder aber alleine zog ich durch die Hallen, traf lieb gewonnene Verlage und Verleger wieder (wie beispielsweise Jens Kroch vom Verlag Edition Wannenbuch) und gab mal wieder viel zu viel Geld für neue Bücher aus, die ich Euch natürlich nicht vorenthalten möchte.

img_1323Sechs Bücher landeten dieses Jahr in meinem Beutel, von denen Ihr natürlich in den nächsten Wochen hier auf RenisBooks noch mehr erfahren werdet. Aktuell sitze ich noch an den Rezensionen (es ist mal wieder faszinierend, wie viel Zeit man zum Lesen findet, wenn nichts am Stand los ist oder man Urlaub hat, wie ich gerade), aber seid gespannt, denn unter diesen Büchern verstecken sich einige Schätze.

Neben den Büchern habe ich auch Geburtstagsgeschenke für meine zwei besten Freundinnen besorgt, die ich Euch aber nicht zeigen kann, da eine hier am Blog mitschreibt und die andere den Blog liest. Nur soviel: Da ich dieses Jahr zum ersten Mal richtig Zeit hatte, durch Halle eins zu stöbern, wurde ich natürlich auch an einigen Stellen fündig.

Neben den Büchern gab es noch ein ganz besonderes Highlight für mich: Ich habe Cressida Cowell live erlebt, die Mutter von Ohnezahn, dem lispelndem Drachen (wenn ihr nicht versteht, was ich damit meine, dann lest verdammt noch mal die Bücher – oder lasst sie euch von David Tennant mit seinem schottischen Akzent vorlesen). Neben einem Autogramm in meiner englischen Ausgabe haben Anna und ich auch ein Foto mit dieser sehr talentierten, lustigen und sehr sympathischen Autorin gemacht.

 

Cowells Lesung und das Absolvententreffen meiner alten Hochschule waren die einzigen zwei Veranstaltungen, die ich dieses Jahr mitnehmen konnte. Mit der wenigen Zeit, die mir neben der Standwache und der Betreuung unserer Kunden und Gewinnung von Neukunden blieb (ich weiß selbst, wie langweilig das klingt, aber glaubt mir, das war es nicht), wollte ich mich einfach darauf konzentrieren, über die Buchmesse zu schlendern und dabei neue Verlage und Bücher zu entdecken, statt mir meinen Terminkalender nur voller Veranstaltungen zu legen. Dabei verpasste ich natürlich vieles und auch das Wiedersehen mit Freunden und Bekannten blieb oft auf der Strecke. Doch ging die Arbeit dieses Jahr nun mal vor, denn schließlich war sie der Grund, warum ich überhaupt zur LBM gekommen bin.

Zum Ende dieses Rückblicks noch ein kleiner Vorausblick, denn wie Anna gestern schon geschrieben hat, ist die Buchmesse in Leipzig ja immer auch sowas wie ein viertägiges Silvester für Bücherwürmer:

Ein paar von Euch werden es in den letzten Wochen vielleicht schon gemerkt haben: RenisBooks kooperiert mit dem Blog Totenschreiberin von Anna und wird in der nächsten Zeit mit diesem auch enger zusammenwachsen. Wie diese Kooperation genau aussehen wird, tüfteln wir gerade noch aus, jedoch ist schon jetzt klar, dass Anna immer mal wieder einen Beitrag auch auf RenisBooks veröffentlichen wird und ich umgekehrt auch auf ihrem Blog.
In Zukunft werde ich hoffentlich auch öfter mit Verlagen zusammenarbeiten, zumindest ist dies mein Plan und Vorsatz fürs nächste Jahr. Außerdem habe ich meine Rezensionsseite überarbeitet , sodass Ihr schneller und übersichtlicher interessante Beiträge findet. Ihr dürft Euch zusätzlich auf die Rezensionen zu meiner Messeausbeute freuen und Rezensionen zu Büchern wie beispielsweise Dear Evan Hansen (wenn Ihr meinen Instagram-Account verfolgt, wisst Ihr, warum).
Mein Ziel ist es auch, Euch immer mal wieder ein Update aus meinem Leben zu geben, Montagsfragen zu beantworten (wenn eine spannende dabei ist), und, wenn Ihr sagt, das interessiert Euch, ein wenig aus dem Leben mit Luna und Lily zu verraten.
Die Arbeit an der zweiten Fassung meines Romans ist erstmal auf unbestimmte Zeit verschoben, da ich im Moment einfach nicht den Kopf dafür habe, doch will ich endlich wieder ein paar Kurzgeschichten schreiben, die es, falls sie gut sind, auch auf RenisBooks schaffen werden.

So, das war’s mal wieder von mir. Ich setze mich dann an die Rezensionen zu meiner Messeausbeute.

Ich wünsche Euch eine wunderschöne Woche.
Alles Liebe,
Eure Reni

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