There may be a castle

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Autor: 
Piers Torday

Darum geht’s:
Mouse hasst Weihnachten; vor allem, dass er mit seiner Familie zu seinen Großeltern muss, die ihm sowieso nur doofe Bücher schenken werden. Doch seine Mutter lässt ihm keine Wahl und verfrachtet ihn und seine zwei Schwestern Esme und Violet auf die Rückbank ihres Autos. Der Schnee fällt dicht, verschlechtert die Sicht und ihre Mum muss sich sehr konzentrieren, um nicht von der Straße abzukommen. Doch es kommt, wie es kommen muss: Streit bricht auf der Rückbank aus, Mouse schnallt sich ab, um an das heruntergefallene iPad zu gelangen, seine Mutter wird abgelenkt und das Auto gerät ins Schleudern.
Mouse, der durch die Frontscheibe aus dem Auto geschleudert wurde, wacht in einer magischen Schneelandschaft auf, umgeben von einem redseligen Schaf und einem sarkastischen Pferd. Sein Auftrag: Er soll ein Schloss finden, dass eventuell existiert. Es gibt nur zwei Regeln: 1. Dreh dich niemals um. 2. Schlaf nicht ein.
Damit beginnt für Mouse eine Reise, die zur wichtigsten seines Lebens wird.

Meine Meinung:
Piers Tordays Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, der Realität und Mouse Imagination. Diese unterscheiden sich durch verschiedene Schriftarten.  Ein weiteres Spannungselement sind die Kapitelbilder, die sich mit fortschreitender Handlung verändern.
Mouse Teil der Handlung strotzt vor Symbolen, die man beim Lesen versucht zu entziffern, um zu erfahren, ob der kleine Junge noch lebt und wo er ist. Denn das ist die große Frage, die beim Lesen mitschwingt und die erst ganz zum Schluss aufgedeckt wird: Lebt Mouse noch?  Und selbst dies ist am Ende nicht ganz eindeutig, denn der Epilog ist in der Schriftart von Mouse Imagination geschrieben.

So wie das Cover ist auch die Handlung etwas ganz Besonderes. Man fiebert mit Mouse mit auf seiner Suche, leidet mit Violet, die versucht, ihre Mutter und kleine Schwester in dem verunglückten Auto am Leben zu erhalten, und macht sich mit den Großeltern Sorgen, ob die kleine Familie jemals gefunden werden wird von den Rettungskräften.  Liebevoll, modern und mit vielen kleinen ironischen und sarkastischen Witzen versetzt, schreibt Torday so spannend, dass man wünscht, dass Buch möge ewig so weiter gehen, auch wenn man ab Mitte des Buches einfach nur noch wissen will, ob es je ein Happyend geben wird.

Nicht nur für Kinder ist dieses Buch also eine absolute Empfehlung. Vor allem ältere Leser werden an ihm Spass haben und viele kleine Dinge entdecken. Das perfekte Buch für die Weihnachtsferien oder aber die kalten, verschneiten Tage, die noch (hoffentlich) vor uns liegen.

Ich wünsche Euch allen frohe und besinnliche Weihnachten!

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