Er kam mit der Couch

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Darum geht’s:

Sophies Familie braucht dringend eine neue Couch und so machen sie sich auf, eine zu finden. Keine passt so richtig, bis sie zu Larrys 24 Stunden Trödel kommen. Und da ist sie: Die perfekte Couch. Einen Haken hat die Couch dann aber doch: Auf ihr sitzt schon jemand – ein blauer, knubbeliger Kerl mit gelber Nase und lila Sturmfrisur – und der bewegt sich nicht vom Fleck – keinen Zentimeter. Die Familie von Sophie versucht alles, um ihn vom Sofa herunterzubekommen, doch ohne Erfolg. Wie werden sie diesen knubbeligen Kerl wieder los und was, wenn sie das am Ende gar nicht mehr wollen?

 

Meine Meinung:

Wer den Baumhaus Verlag kenn, weiß, dass er 2008 als Imprint in die Bastei Lübbe AG integriert wurde, aber schon seit 1986 existiert. Die Zielgruppe dieses Imprints sind vor allem Jungs, aber auch Mädchen finden hier Bücher, die zum Schatz eines jeden Bücherregals avancieren. Die wohl bekanntesten Bücher kennen wir alle. Unter sie zählen beispielsweise Die Wilden Kerle, die Origami-Star-Wars-Reihe oder auch Gregs Tagebücher. Er kam mit der Couch ist nicht nur das erste Buch von David Slonim, das im Baumhaus Verlag erschien, es ist auch das Erste des Autors, welches in die deutsche Sprache übersetzt wurde.

Wie ihr mittlerweile wisst, bin ich ein Coverkäufer und wenn ich mich für Bilderbücher entscheide, achte ich zusätzlich besonders auf die Illustrationen. Bei diesem Buch sprach mich nicht nur das Cover an, ich verliebte mich auch sofort in den Malstil Slonims, der, wenn er nicht gerade Bilderbücher schreibt, als Künstler tätig ist. Man sieht förmlich die Pinselstriche auf den Seiten in Er kam mit der Couch und möchte am liebsten über sie streichen und die Erhebungen der Farbe ertasten. Auch wenn es sich natürlich nur um bedrucktes Papier handelt, was zwischen beide Buchdeckel gespannt wurde, so füllt dieser Effekt doch die Bilder mit Leben.
Gestaltet ist das Layout der Seiten unterschiedlich: Mal hat man reine Textseiten, mal Bildseiten, mal ist beides kombiniert mithilfe von Panels oder die Illustrationen erstrecken sich über ein/zwei Seiten und der Text ist darauf integriert. Vielleicht klingt das gerade etwas chaotisch, wenn ihr das lest, aber beim Betrachten des Buches wirkt es sehr harmonisch und stimmig.
Die Hintergründe der Bilder/Panels sind unterschiedlich gestaltet: Mal detailreich und mal aufs wesentliche reduziert. So kann man bei manchen Bildern länger verweilen und stundenlang neue Kleinigkeiten entdecken, wie beispielsweise bei Larrys 24 Stunden Trödel. Die Figuren selbst sind individuell gezeichnet mit eigenen Persönlichkeiten. Besonders toll finde ich dabei, dass Sophie auf den ersten Blick nicht als Mädchen erkennbar ist und auch als Junge durchgehen könnte. Dadurch können auch Jungs sich relativ schnell mit ihr identifizieren.

Die Handlung ist linear erzählt und konzentriert auf die Versuche der Familie, ihren Couchbesetzer loszuwerden. Sophie mag ihn eigentlich, aber ihre Eltern lassen sich viele verrückte Dinge einfallen, um ihn zu überreden zu gehen und reisen sogar quer durchs Land mit der Couch. Am Ende nimmt die Geschichte ein sehr süßes und unerwartetes Ende für alle, inklusive eines weiteren Familienzuwachses – ihr dürft also gespannt sein.

 

Insgesamt gehört dieses kleine, handliche Bilderbuch zu meinen absoluten Lieblingsbilderbüchern, welches mich nicht nur mit seinem Stil überzeugte, sondern auch mit der wirklich niedlichen Geschichte. Egal ob Junge, Mädchen oder Kinderbuchliebhaber – dieses Buch gehört in jedes gut sortierte (oder chaotische) Bücherregal.

 

Das war’s mal wieder von mir. Ich wünsche euch eine schöne Woche.

Alles Liebe,
Eure Reni.

 


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