Die allerbeste Prinzessin

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Darum geht’s:

Die drei Prinzessinnen Bianca, Violetta und Rosalind leben mit ihrem Vater, dem König, in einem Schloss. Doch statt lieb und nett und brav zu sein, tanzen die drei Prinzessinnen lieber ihrem Vater auf der Nase herum und stellen allerlei Blödsinn an. Um wieder Ruhe in sein Schloss zu bringen, beschließt der König, dass er seine Töchter verheiraten will und dafür muss ein Prinz her. In ihren schönsten Kleidern und hübsch herausgemacht warteten die drei Schwestern auf den Prinzen … doch nur EINER hatte ihrem Vater zugesagt. Wer sollte ihn heiraten, wer ist die allerbeste Prinzessin unter ihnen?

Bechdel-Test:

Obwohl in diesem Buch mehr als eine weibliche Figur vorkommt (schließlich haben wir hier drei Prinzessinnen) und sie auch alle einen Namen haben, könnte man sich darüber streiten, ob dieses Bilderbuch den Bechdel-Test besteht. Zwar unterhalten sich die drei Prinzessinnen miteinander, doch geht es dabei immer nur darum, wer von ihnen die Beste ist und damit am würdigsten für den Prinzen. Selbst als sie am Ende zur Drachenjagd aufbrechen, bekommt der Leser einzig und allein Gespräche zu lesen, die sich um den Prinzen drehen. Aus diesem Grund besteht das Buch für mich den Bechdel-Test nicht.

Meine Meinung:

Ich gebe ehrlich zu, als ich das Buch in der Vorschau des Loewe-Verlags sah, war ich mir nicht sicher, ob Ursula Poznanskis erstes Bilderbuch nicht nur das Klischee bedient. Mein erster Blick ins Buch bestätigte meine Sorge, doch mochte ich die Illustrationen von  Sabine Büchner und gab der Geschichte eine Chance. Zum Glück! Denn obwohl dieses Buch den Bechdel-Test nicht besteht, ist es doch ein feministisches Kinderbuch, welches in keinem modernen Kinderzimmer fehlen sollte, denn die Prinzessinnen schießen den Prinzen am Ende in den Wind und werden glücklich als Drachenjägerinnen (kein Drache kommt in diesem Buch zu Schaden … ich würde das Buch sonst auch nie loben).

Das Buch ist frech geschrieben und zeigt einmal wieder sehr realistisch, wie es ist, wenn man Schwestern hat. Da wird sich eben mal gestritten, da kämpft man und vergleicht sich ständig … so ist das unter Schwestern, vor allem, wenn alle das gleiche Ziel haben. Doch dass man sich auch für ein gemeinsames Ziel verbünden und vertragen kann, wird in dieser Geschichte ebenso beschrieben. Am Ende ist es unwichtig, wer die Beste von ihnen ist und ich mag es, dass die Geschichte dies offen lässt, schließlich sollte kein kleines Mädchen ein solch unerreichbares Ideal anstreben müssen. Nur so kann man schließlich Spaß im Leben haben.

Neben Poznanskis Geschichte sind, wie schon erwähnt, die Illustrationen dieses Buches von Sabine Büchner ein wahres Highlight. Ich liebe den frechen Look der Mädchen und das Design der Drachen. Als Fan der Dragons-Reihe von Dreamworks ist es mir wichtig, dass diese auch ordentlich repräsentiert werden. Besonders über den Schlafanzug des Prinzen habe ich mich gefreut, verrate euch aber nicht, warum … da müsst ihr schon selbst einen Blick ins Buch werfen.

Am Ende bleibt nur übrig, euch das Buch zu empfehlen. Es ist süß geschrieben, erfüllt so gar nicht das Prinzessinnen-Klischee und ist die perfekte Ergänzung für ein feministisches Bilderbuchregal. Mit diesem Buch beweist Ursula Poznanski einmal mehr, dass sie einfach alles kann.
Lieber Loewe-Verlag, wir hätten gerne mehr von diesen Büchern.

 

Alles Liebe,
Eure Reni.

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