Leah on the Offbeat

a4d7f34d-f6d9-4b11-bade-67268baea0e2

Darum geht’s:

Leah, Schlagzeugspielerin, Künstlerin und Badass, hat ein Geheimnis. Sie ist bisexuell und nicht mal ihr bester Freund Simon Spiers weiß davon. Und dann ist da dieser echt nette Typ, der sich für sie interessiert, doch alles, woran Leah denken kann, ist Nicks Girlfriend Abby. Sie sehnt sich danach, Abby zu küssen, doch das ist unmöglich, denn niemals würde sie dafür ihre Freundschaft mit Nick aufs Spiel setzen. Als wäre das nicht schon genug, kommen auch noch Probleme mit ihrer Band und ihren besten Freundinnen hinzu. Und dann wäre da noch der neue Boyfriend ihrer Mutter und der anstehende Abschlussball. Für Leah, die sonst alles im Griff zu haben scheint, fällt das Leben plötzlich aus dem Takt …

 

Hauptfigur:

Wer Simon vs. The Homo Sapiens Agenda gelesen hat, kennt Leah. Doch was wir bisher nicht wussten: Leah ist bisexuell (erklärt auch die komische Spannung im ersten Teil zwischen ihr und Abby). Leah hat rote Haare und einen fülligen Körper, doch damit hat sie kein Problem, jedenfalls die meiste Zeit. Sie spielt Schlagzeug in einer Girlband an der Schule, ist Künstlerin, auch wenn niemand ihre Kunst zu sehen bekommt, außer DeviantArt, und eine echt gute Schülerin. Sie ist schüchtern, braust aber auch schnell auf und kann Menschen schwer verzeihen.
Leah ist ein Einzelkind, ihre Mutter alleinerziehend. Ihre Mutter wurde mit siebzehn schwanger und ist damit die Jüngste unter den anderen Eltern. Sie gehört zu den Mums, die man sich wünscht: Beste Freundin, cool, versteht sich mit deinen Freunden … Allerdings kann das manchmal auch sehr nervig sein, vor allem wenn die eigene Mutter dank ihren Facebookkontakten zu den älteren Geschwistern deiner Freunde besser informiert ist, als man selbst. Doch Leah kommt damit klar, schließlich kennt sie es nicht anders. Einzig der neue Freund ihrer Mum stört sie. Wieso sollte die auch mit jemanden zusammen sein wollen, sie sind schließlich auch die letzten Jahre gut allein klargekommen.
Leahs Zukunft ist bereits in festen Tüchern: Sie hat eine Zusage für die University of Georgia samt Stipendium. Andernfalls könnte sie es sich auch nicht leisten zu studieren, denn so privilegiert wie ihre Freunde ist sie nicht. Ihre besten Freundinnen haben sich ebenfalls beworben und auch Abby …

Bechdel-Test:

Becky Albertalli lässt in diesem Buch mehrere weibliche Figuren mitspielen und die meisten haben auch einen Namen. Leah unterhält sich nicht nur mit ihrer Mum, auch mit ihren Freundinnen und Bandmitgliedern sowie Mädchen, die sie während ihrer College-Tour trifft. Die wenigsten Gespräche drehen sich dabei um Jungs oder verwandte Themen. Damit hat Leah on the Offbeat eindeutig den Bechdel-Test bestanden.

 

Meine Meinung:

Im März habe ich Simon vs. The Homo Sapiens Agenda gelesen, weil ich durch den Trailer des bald anlaufenden Films darauf aufmerksam geworden war. Ich mochte die Figuren und den Schreibstil und spätestens nach der Hälfte des Buches war ich Fan der Autorin. Durch Zufall bin ich dann über den zweiten Teil gestolpert und bestellte ihn gleich vor.
Leah on the Offbeat hat mich nicht enttäuscht. Man konnte sich gut in Leah hineinversetzen und sie verstehen, auch wenn man sich manchmal wünscht, sie würde den Mund aufmachen und anständig mit anderen kommunizieren. Aber das passt nicht zu ihrer Charakteristik und würde auch den Plot verkürzen. Ihre Entwicklung im Buch ist toll und trotz aller Höhen und Tiefen bleibt sie sich und ihren Idealen treu, wenn auch auf eine oft sehr dickköpfige Art. Doch das macht sie sympathisch. Sie ist nicht perfekt, sondern eben genau so, wie man in dem Alter eben war. Alles hat sich wie das Ende der Welt angefühlt, alles intensiv und katastrophal. Rational denken konnte nur die wenigsten von uns in diesem Alter. Doch irgendwie hat man trotzdem weitergemacht, trotz des ganzen Dramas. Und das macht auch Leah.
Der Schreibstil des Buches ist einer der Gründe, warum ich Becky Albertallis Bücher so mag. Ihre Geschichten sind ehrlich, jung und frech geschrieben und, das Beste an ihnen, voller Harry Potter Referenzen. Wie soll man bei all diesen das Buch nicht lieben???? Unmöglich. Mein Lieblingszitat ist übrigens das Folgende:

„How can you be so cynical?“
“I can’t help it. I’m a Slytherin.”
And I’m the worst kind of Slytherin. I’m the kind who’s so stupidly in love with a Gryffindor, she can’t even function. I’m the Draco from some shitty Drarry fic that the author abandoned after four chapters.

Wer eine wundervolle Hommage an die letzten Jahre der Schule sucht und nebenbei ein Potterhead ist, hat gar keine andere Chance, als dieses Buch zu mögen. Becky Albertallis Bücher lassen jedes Geek- und Fangirl-Herz höher schlagen, denn nicht nur Harry Potter findet sich in ihrem Buch, sondern auch Star Wars, Dr. Who und viele weitere Referenzen. Dieses Buch macht einfach glücklich.

Deutsche Ausgabe:

Die deutsche Ausgabe ist übrigens unter dem Titel Ein Happy End ist der Anfang bei Carlsen erschienen, wie bereits die Vorgänger Nur Drei Worte und Love, Simon.

 

Alles Liebe,
Eure Reni.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s