Book of Lies

Zwei Schwestern, die ohne einander aufwachsen. Zwei Schwestern, die sich erst bei der Beerdigung ihrer Mutter begegnen. Zwei Schwestern, die sich ähnlicher nicht sein könnten und doch so grundverschieden sind. Das sind Piper und Quinn, Zwillinge, getrennt durch die eigene Mutter kurz nach der Geburt. Piper wächst wohlbehütet in einer intakten Familie auf, geht zur Schule, hat Freunde, einen Hund und den perfekten Freund. Quinn lebt bei ihrer Großmutter, fernab anderer Menschen, ein Leben bestimmt von strikten Regeln mit seltenen Besuchen ihrer Mutter, die sie nicht zu lieben scheint.

Dieses Buch habe ich vor über einem Jahr erstanden, es aber schnell zur Seite gelegt, da ich damals einen Zwillings-Koller hatte, da ich zu viele solcher Geschichten in der Zeit gelesen hatte. Ein dreiviertel Jahr später nahm ich es dann doch wieder zur Hand, da ich die Autorin Teri Terry ziemlich mag und dem Buch eine zweite Chance geben wollte. Ich habe es nicht bereut.
Der Hauptkonflikt des Buches behandelt den Mythos um die Wilde Jagd (siehe So kalt wie Eis, so klar wie Glas), allerdings in der britischen Version, in der vor allem große Höllenhunde eine Rolle spielen. Beide Mädchen sind mit der Jagd verbunden, die eine als Anführerin, die andere als Mitläufer und Opfer. Hat die Wilde Jagd einen einmal gefunden, gibt es kein Entkommen und kein Widersetzen. Gemeinsam und doch gegeneinander versuchen Piper und Quinn das Rätsel um die Wilde Jagd zu lösen, ein Geheimnis, welches irgendwie mit dem mysteriösen Buch der Lügen und der Geschichte ihrer Familie zusammenhängt.
Das Buch ist spannend geschrieben und wechselt immer wieder zwischen den Erzählperspektiven beider Mädchen. Bis zuletzt rätselt man als Leser, wer der „böse Zwilling“ ist und wie die Mädchen der Jagd entkommen können.

Das Buch ist jedem Fan der Wilden Jagd zu empfehlen, aber auch denen unter euch, die gerne Zwillingsgeschichten lesen. Natürlich erfüllt es jedes Zwillingsklischee, die seit Kästners „Das Doppelte Lottchen“ existieren, aber wenn man darüber hinwegsehen kann, dann lohnt es sich,  diesem Buch eine Chance zu geben.

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