Oskar und die Dame in Rosa

Noch sechs Tage bis Weihnachten und ich weiß nicht, ob ich froh bin, dass die Weihnachtszeit bald vorbei ist, oder traurig sein soll. Stressig ist diese Zeit allemal, auch wenn man nicht gerade im Weihnachtsgeschäft arbeiten muss. Doch bald ist der ganze Trubel vorbei, die Familie versammelt sich um den Weihnachtsbaum zum Geschenke austauschen und verspeist gemeinsam die Weihnachtsgans (oder Ente). Ich werde hier auf dem Blog eine Woche Pause machen und erst nach Weihnachten wieder einen Beitrag online setzen, also nicht wundern.

Heute zum vierten Advent kommt mein viertes Weihnachtsbuch, das zwar schon vor einigen Jahren erschienen ist, aber nicht weniger Beachtung verdient hat: Oskar und die Dame in Rosa von dem französischen Schriftsteller Eric-Emmanuel Schmitt.
Das Buch handelt von dem kleinen Oskar, der an Krebs erkrankt ist und von der Pflegerin der Station, Oma Rosa, empfohlen bekommt, Briefe an Gott zu schreiben, um sich nicht mehr so einsam zu fühlen, obwohl er nicht an ihn glaubt. In dreizehn Briefen berichtet er von seinem Leben auf der Station, den Abenteuern der Oma Rosa und seiner Krankheit. Der vierzehnte Brief stammt von Oma Rosa selbst, die Gott darin mitteilt, dass Oskar tot ist.

Eric-Emmanuel Smitt schreibt mit viel Humor und doch sehr tiefsinnig über dieses ernste und schwierige Thema. Mit Mut und Hoffnung füllt er Oskars Briefe, aber auch der Angst vor dem danach, vor Schmerzen und dem Leid, den sein Tod seiner Familie zufügen wird.
Egal ob man an Gott glaubt oder nicht, dieses Buch ist etwas Besonderes und jeder sollte es in seinem Leben mindestens einmal gelesen haben. Nicht nur erzählt es Oskars Geschichte, es ist auch all den Pflegerinnen und Pflegern gewidmet, die mit ihrer Arbeit die letzten Tage von Patienten und ihren Familien versuchen, leichter zu machen. Es muss eine schwierige Arbeit sein, jeden Tag zuschauen zu müssen, wie Kinder, die ihr gesamtes Leben noch vor sich haben müssten, sterben und man nichts dagegen tun kann.
Solche Themen gehören aber zum Leben und sollten vor allem an Weihnachten nicht vergessen werden.

Ich wünsche euch einen gemütlichen vierten Advent und frohe Weihnachten mit euren Familien!

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