Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen

Buchmessen sind da, um Bücher zu entdecken und seine Leseliste um ein paar weitere Titel zu erweitern – jedenfalls so meine Meinung. Auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse entdeckte ich am Stand des dtv – Verlags Lars Simons Buch Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen. Da es ja auf der Frankfurter Messe keine Messebuchhandlung gibt (sorry, aber ich werde dies wohl noch ein paar Mal auch in anderen Beiträgen erwähnen, weil ich es nötig finde, dies zu unterstreichen), konnte ich mir nur die Leseprobe mitnehmen. Diese hatte ich jedoch schnell durch und war gefesselt von der Story und dem Schreibstil. Als ich ein paar Tage später dann notgedrungener Maßen (wie gesagt: keine Messebuchhandlung) in einer Leipziger Buchhandlung stand, landete eine Ausgabe dieses Buches mit auf meinem Stapel und wartete darauf, als nächstes gelesen zu werden.

Das Buch handelt von dem schwedischen Unternehmensberater Lennart, dessen normales Leben aus den Fugen gerät, als er überraschend Erbe eines Scherzartikel- und Zaubereibedarfsladens wird, nebst dickem Mops. Vom Besitzer Buri Bolmen blieb nur ein Aschehäufchen und ein abgetrennter Finger übrig, sowie einem letzten Willen, der an einige seltsame Bedingungen geknüpft ist. Lennart sträubt sich anfangs dagegen, doch lockt (nachdem er auf mysteriöse Weise seinen Job verliert) das dazugehörige Vermögen, welches nach Erfüllung der Bedingungen ihm gehören würde. Doch bald geschehen seltsame Dinge um Lennart; ein bei Gewitter sprechender Mops ist da nur der Anfang.

Ich sag es gleich: Theoretisch lese ich keine Krimis, weil ich normalerweise schon nach ein paar Seiten den Plot durchschaue und weiß, wer der Mörder ist. In diesem Fall ging es mir ebenso, auch wenn der Autor es wirklich gut getarnt hat und den Leser mit allerlei anderen Nebensächlichkeiten ablenkt. Auch sind für mich persönlich die Beschreibungen zu lang, was aber zum Stil des Buches durchaus passt. Allerdings bin ich ein Fan von magischem Realismus, und dieser ist im Buch sehr gut getroffen. Nicht nur ist der Autor ein Nerd und lässt Andeutungen auf Star Wars und Harry Potter in der Handlung durchblicken, auch seine Charaktere haben viel Charme und Witz. Bölthorn, der Mops, ist mir beim Lesen besonders ans Herz gewachsen, ebenso Lennarts italienische, scheinbar ständig kochende Nachbarin Maria. Neben den ellenlangen Beschreibungen sind die vielen schwedischen und italienischen Phrasen am Anfang etwas gewöhnungbedürftig (vor allem da es an Übersetzungen mangelt), doch findet man sich irgendwann damit ab und lässt sich nicht weiter davon beim Lesen stören.

Am Ende des Buches wünscht man sich nur noch, auch zaubern zu können, und vor allem endlich den zweiten Teil lesen zu dürfen, denn dieses Buch ist der Start einer Reihe. Wann jedoch die nächsten Teile erscheinen werden, ließ dtv noch nicht verlauten – hoffentlich bald, denn ich will unbedingt wissen, wie es weiter geht.

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